Neben Tabletten oder Kapseln sind auch Flüssigkeiten für viele Patienten mit Schluckstörungen problematisch. Das kann dazu führen, dass erforderliche Trinkmengen nicht erreicht werden. Hier können Andickungsmittel (etwa Nutilis, Thickenup Clear® oder Thick and Easy™) dabei unterstützen, die Konsistenz dieser Flüssigkeiten anzupassen. Amylase-resistente Produkte werden auch bei Kontakt mit dem Speichel im Mund nicht wieder flüssig. Welches Andickungsmittel und welche Konsistenz individuell geeignet sind, sollte nach Rücksprache mit dem Arzt oder Logopäden erprobt werden. Das Konsistenz-Spektrum reicht von dünnflüssig über nektar- und honigartig bis hin zu löffeldick. Dabei ist auch zu beachten, dass kleinere »Bissen« häufig besser kontrolliert werden können als größere.
Da es häufig auch schwierig ist, eine ausreichende Versorgung mit allen erforderlichen Makro- und Mikronährstoffen zu gewährleisten, kann der Einsatz von sogenannter Astronautennahrung (etwa Fresubin® oder Fortimel®) sinnvoll sein. Sie gibt es inzwischen nicht nur in verschiedenen Zusammensetzungen für spezielle Erfordernisse, sondern auch in verschiedenen Konsistenzen, etwa in Form von Puddings oder Cremes, die als Dessert verzehrt werden können.
Für manche Betroffene können außerdem verschiedene Hilfsmittel sinnvoll sein. So halten Thermoteller Speisen länger warm. Trinkbecher mit einer Aussparung für die Nase ermöglichen das Trinken von Flüssigkeiten, ohne dass der Kopf in den Nacken gelegt werden muss, und damit eine bessere Kontrolle. Trinkhalme mit Rückflussstopp unterstützen beim Trinken, da hierbei weniger Kraft erforderlich ist. Hingegen oft keine gute Option sind gewöhnliche Schnabeltassen/-becher (schwer zu kontrollieren) oder Trinkhalme aus Papier (Risiko der Aspiration nach Auflösen).