Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Zwerchfell
-
Was hilft bei Schluckauf?

Luft anhalten, Kopfstand turnen, sich erschrecken lassen: Es gibt einiges, das Schluckauf in die Flucht schlagen soll. Experten erklären, wie das Hicksen entsteht und was alle Tipps gemeinsam haben.
AutorKontaktdpa
Datum 22.09.2026  10:00 Uhr

Wer von einem kräftigen Schluckauf durchgeschüttelt wird, fragt sich: Woher kommt der auf einmal?

Die Erklärung »Da denkt gerade jemand an dich« lassen Mediziner und Medizinerinnen nicht durchgehen. Schluckauf entsteht nämlich, wenn sich das Zwerchfell plötzlich und unwillkürlich verkrampft, erklärt der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Das ist die Platte aus Muskeln und Sehnen, die die Grenze zwischen Brust- und Bauchraum zieht.

Verkrampft das Zwerchfell, schließt sich als Reaktion die Stimmritze, die sich zwischen Rachen und Luftröhre befindet. Eingeatmete Luft prallt dann gegen die geschlossenen Stimmbänder. »Genau dieser kleine »Stau« erzeugt das typische Hicks-Geräusch«, heißt es auf dem Portal »Das HNO-Wartezimmer« des Verbandes.

Erst heiß essen, dann kalt: Das kann Schluckauf geben

Mitunter scheint Schluckauf aus dem Nichts zu kommen. Tatsächlich gibt es jedoch einige typische Auslöser.

So können uns hastiges Essen, stark kohlensäurehaltige Getränke, größere Mengen Alkohol, Stress, Lampenfieber oder bestimmte Medikamente Schluckauf bescheren. Auch ein Wechsel zwischen sehr kalten und sehr heißen Speisen kann dafür sorgen, dass das Zwerchfell verkrampft.

Normalerweise verschwindet ein Schluckauf nach wenigen Minuten von selbst. Wer nicht abwarten will, findet allerlei, zum Teil kuriose Tipps, die den Schluckauf in die Flucht schlagen sollen.

Ablenkung kann das Zwerchfell entspannen

Zum Beispiel: die Luft anhalten und bis zwanzig zählen, sich erschrecken lassen, kaltes Wasser in Mini-Schlückchen trinken, in eine Papiertüte atmen, aufzählen, was man gestern alles gegessen hat, oder an sieben glatzköpfige Männer denken.

All solche Tricks kann man laut dem Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte durchaus ausprobieren. Eine Sache haben sie nämlich gemeinsam: Sie sorgen für Ablenkung. Das kann dazu führen, dass wir uns entspannen – Zwerchfell und Atmung eingeschlossen. Als besonders hilfreich gelten Methoden, die die Atmung gezielt beeinflussen.

THEMEN
Ernährung
Mehr von Avoxa