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Virale Infekte
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Was gegen »Sommergrippe« hilft

Alle anderen fahren an den See, man selbst hütet mit Halsweh und Gliederschmerzen das Sofa. Da fällt schnell ein Wort: Sommergrippe. Was kann man tun, um sich die sommerliche Schniefnase zu ersparen?
AutorKontaktdpa
Datum 01.07.2026  17:00 Uhr

3. Können Klimaanlagen Erkältungen auslösen?

Hartnäckig hält sich die Annahme, dass Erkältungen auf Frieren zurückzuführen sind und dieser Logik nach zu kalte Klimaanlagen krank machen können. Das ist falsch, stellt Ullmann klar: »Auch ein Wechsel zwischen warm und kalt kann keine Erkältungssymptome auslösen. Das geht immer nur, wenn man sich mit Viren angesteckt hat.«

Was aber stimmt: »In klimatisierten Räumen oder auch im Flugzeug ist die Luft meistens relativ trocken. Das trocknet die Schleimhäute aus - und dann ist man besonders anfällig für Virusinfektionen, weil die lokale Abwehr nicht gut funktioniert«, sagt der Infektiologe. Und da Viren überall sind, kann man sich anstecken.

Hummers rät, die Klimaanlage nicht zu stark runterzudrehen. Aber aus einem anderen Grund: »Kälte strengt den Körper an, dann muss er nachregulieren.« Besser ist es, das Gerät nur auf wenige Grad unter der Außentemperatur einzustellen.

4. Wie kann man einer Erkältung im Sommer vorbeugen?

Regelmäßiges Händewaschen ist das A und O, wenn man Infektionen vermeiden will. Also: »Nicht mit ungewaschenen Fingern ständig ins Gesicht fassen. Und wenn unterwegs kein Waschbecken vorhanden ist, kann ein Handdesinfektionsmittel aus der Apotheke helfen«, sagt Ullmann.

Wenn man ein Eis oder Freibad-Pommes mit den Fingern isst, ist es eine gute Idee, sich vorher die Hände zu desinfizieren. Das geht auch mit Desinfektionstüchern. Wichtig ist, dass das Produkt nicht nur gegen Bakterien, sondern auch gegen Viren wirkt. Zu erkennen ist das am Hinweis »viruzid« auf der Verpackung.

Eva Hummers empfiehlt zudem, auf eine gute Lebensmittelhygiene zu achten, vor der Zubereitung also die Hände gründlich zu waschen und saubere Arbeitsflächen und Geräte zu verwenden.

Zudem kann ein gesunder Lebensstil die körpereigenen Widerstandskräfte stärken. Heißt: Gesundes Essen mit viel frischem oder tiefgekühltem Gemüse und Obst, viel Bewegung und ausreichend Schlaf. Denn nicht nur Menschen mit Vorerkrankungen wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen sind besonders anfällig für Infektionen: »Auch, wer einen ungesunden Lebensstil führt mit Alkohol und Nikotin, hat ein höheres Risiko – vor allem Raucher«, sagt Ullmann.

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