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Alkoholverzicht
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Was der Dry January für die Gesundheit bringt

Hier Glühwein, da Sekt, zum Essen Wein oder Bier: An den Feiertagen haben viele von uns mehr Alkohol getrunken als sonst. Für die Gesundheit ist es eine gute Idee, im neuen Jahr den Alkoholkonsum deutlich zurückzufahren. Ein Überblick über die positiven Effekte des »Dry January« – von Schlaf bis Haut.
AutorKontaktdpa
Datum 01.01.2026  10:00 Uhr

Was viele von uns in feuchtfröhlicher Feierlaune gern vergessen oder verdrängen: Alkohol tut unserem Körper nicht gut. Das Zellgift steht im Zusammenhang mit mehr als 200 verschiedenen negativen gesundheitlichen Folgen, heißt es von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). So erhöht Alkohol nicht nur das Risiko für Unfälle und Verletzungen, sondern auch für verschiedenste Erkrankungen, zum Beispiel:

  • Lebererkrankungen, wie eine Fettleber. Das Organ baut Alkohol ab. Trinkt man viel, wird es stark belastet.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Alkohol zu trinken erhöht das Risiko für Bluthochdruck, der wiederum das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle steigen lässt.
  • Krebs: Alkohol steigert das Risiko für Krebsarten wie Darm-, Brust- und Speiseröhrenkrebs, heißt es vom Krebsinformationsdienst.
  • Demenz: Alkohol schädigt auch unsere Nervenzellen. Schon geringe Mengen Alkohol scheinen das Demenzrisiko zu erhöhen, zeigten in diesem Jahr zwei große Kohortenstudien.

Die Annahme, dass ein gelegentliches Glas Rotwein keinerlei Schaden anrichtet, ist übrigens ein Mythos. »Selbst geringe Mengen können das Risiko für verschiedenste Krankheiten erhöhen und damit die Gesundheit gefährden«, schreibt die DGE online.

Welche Effekte hat ein Dry January?

»Ein Dry January – also der Verzicht auf Alkohol für den Monat Januar – bietet dem Körper die Möglichkeit, sich von den Belastungen durch regelmäßigen Alkoholkonsum zu erholen«, so Stephanie Eckhardt, Referatsleiterin Suchtprävention im Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Schon nach wenigen Wochen ohne Alkohol könne sich die Leberfunktion normalisieren und auch der Blutdruck sinke.

»Wie schnell sich aber gesundheitliche Effekte beim Alkoholverzicht einstellen und welche es konkret sind, ist individuell sehr verschieden«, so die Expertin. Einfluss hat neben Vorerkrankungen unter anderem, wie viel man zuvor getrunken hat.

Dass Krankheitsrisiken durch den Alkoholverzicht sinken, können wir nicht spüren. Es gibt aber Effekte, die man möglicherweise bemerkt:

  • Besserer Schlaf: »Alkohol stört die Tiefschlafphase«, so Eckhard. »Viele merken nach dem Verzicht, dass sie erholter aufwachen.«
  • Hilfe beim Gewichtsverlust: Alkohol liegt mit seinen 7 Kilokalorien pro Gramm gar nicht so weit hinter Fett (9 Kilokalorien pro Gramm). Dazu kommt, dass er Heißhunger fördert. Wer sich also 2026 ohnehin vorgenommen hat, ein paar Kilos zu verlieren, dem hilft ein Alkoholverzicht dabei.
  • Bessere Haut: »Alkohol entzieht dem Körper Wasser und kann Hautunreinheiten begünstigen. Durch den Verzicht kann man ein frischeres Hautbild erhalten«, so Eckhardt.
  • Stabilere Psyche: Alkohol kann Ängste und Stimmungsschwankungen verstärken – wer ihn weglässt, fühlt sich womöglich besser.

Wie mache ich nach einem Monat ohne Alkohol weiter?

Im besten Fall hängt man einen Dry February an. Schließlich gilt: »Je länger auf Alkohol verzichtet wird, desto besser«, so Stephanie Eckhardt. Wer eine Weile alkoholfrei unterwegs war, dem fällt es oft leichter, weiterhin nicht oder weniger zu trinken. Das gilt vor allem dann, wenn man den Dry January genutzt hat, um sich mit dem eigenen Trinkverhalten zu beschäftigen. Folgende Fragen helfen dabei:

  • In welchen Situationen greife ich zu Alkohol – aus Gewohnheit, Stress, Langeweile, sozialem Druck?
  • Wie viel trinke ich tatsächlich?
  • Welche alkoholfreien Getränke oder Aktivitäten machen mir Spaß?
  • Wie leicht oder schwer ist es für mich, den Alkohol wegzulassen?

Doch was, wenn man merkt, dass der Verzicht kaum klappt oder das Verlangen in den alkoholfreien Wochen sehr stark wird? »Dann kann das ein Hinweis auf eine entstehende Abhängigkeit sein«, so die Expertin. Ein erster Schritt ist dann, Kontakt zu einer Suchtberatungsstelle aufzunehmen, die auch zur Vorbeugung berät.

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