| Johanna Hauser |
| 25.03.2026 09:00 Uhr |
Ob die höheren IOP-Werte durch eine erhöhte Position des Kopfes tatsächlich auf eine Stauung der Halsvene zurückzuführen sein könnten, wurde bei 20 gesunden Probanden per Ultraschall in beiden Positionen untersucht. Lagen die Probanden entsprechend auf der Seite, verengte sich das Lumen der Halsvene signifikant. Dadurch war der venöse Abfluss eingeschränkt, was wiederum den episkleralen Venendruck – einen wichtigen Parameter für den Augeninnendruck – erhöht.
Die Messung bestätigte die Vermutung der Forscher, dass der Augeninnendruck steigt, wenn die Halsvene durch eine seitliche Liegeposition mit erhöhtem Kopf verengt wird.
Das Team um Liu folgert daher, dass es für Glaukom-Patienten vorteilhaft sein könnte, Schlafpositionen zu vermeiden, bei denen die Halsvene komprimiert wird. Dies sei eine potenziell wirksame und einfache Maßnahme, um den Augeninnendruck ergänzend zur medikamentösen Therapie zu optimieren.