Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Augeninnendruck
-
Warum Glaukom-Patienten nicht auf dicken Kissen schlafen sollten

Ein erhöhter Augeninnendruck, wie er bei einem Glaukom auftritt, schädigt den Sehnerv. Er wird auch durch die Schlafposition beeinflusst. Warum eine Seitenlage für Glaukom-Patienten nicht zuträglich ist und welcher Mechanismus dahinter steckt, zeigten chinesische Forschende nun mit einer kleinen Studie.
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 25.03.2026  09:00 Uhr

Verengung der Halsvene ausschlaggebend

Ob die höheren IOP-Werte durch eine erhöhte Position des Kopfes tatsächlich auf eine Stauung der Halsvene zurückzuführen sein könnten, wurde bei 20 gesunden Probanden per Ultraschall in beiden Positionen untersucht. Lagen die Probanden entsprechend auf der Seite, verengte sich das Lumen der Halsvene signifikant. Dadurch war der venöse Abfluss eingeschränkt, was wiederum den episkleralen Venendruck – einen wichtigen Parameter für den Augeninnendruck – erhöht.

Die Messung bestätigte die Vermutung der Forscher, dass der Augeninnendruck steigt, wenn die Halsvene durch eine seitliche Liegeposition mit erhöhtem Kopf verengt wird. 

Das Team um Liu folgert daher, dass es für Glaukom-Patienten vorteilhaft sein könnte, Schlafpositionen zu vermeiden, bei denen die Halsvene komprimiert wird. Dies sei eine potenziell wirksame und einfache Maßnahme, um den Augeninnendruck ergänzend zur medikamentösen Therapie zu optimieren.

Mehr von Avoxa