Zurzeit gibt es noch kaum Möglichkeiten, den Lipoprotein(a)-Spiegel signifikant zu senken, sieht man von der Möglichkeit einer Lipidapherese ab. Das ist eine Art »Blutwäsche«, die aber nur in Extremfällen angewandt wird, da sie sehr aufwendig ist.
Ist auch der LDL-Cholesterinwert erhöht, kommen Statine zum Einsatz, die diesen Wert - und damit auch das Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen - senken. Allerdings gibt es auch Hoffnung auf neue medikamentöse Behandlungsmethoden, so Smetak: »Medikamente, die gezielt Lipoprotein(a) senken können, befinden sich in der letzten Phase klinischer Studien.«
Bis dahin gilt unbedingt: andere Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes und Bewegungsmangel möglichst minimieren und regelmäßig beim Arzt nachfragen, ob es neue Therapieoptionen gibt.
Wer stark erhöhte Werte oder bereits Gefäßablagerungen hat, sollte besonders aufmerksam sein - und die Chance nutzen, aktiv an der eigenen Gesundheit zu arbeiten.