| Cornelia Dölger |
| 11.05.2026 11:30 Uhr |
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bekommt das Thema Kassenanzahl regelmäßig auf den Tisch. / © Imago/Ipon
Die von ihr eingesetzte Finanzkommission Gesundheit solle jetzt Vorschläge machen, »wie wir möglicherweise zu einer Reduzierung der Krankenkassen kommen«, so Warken im Podcast Table.Today. Eine Reduktion dürfe aber kein Selbstzweck sein. Strukturelle Eingriffe seien nur sinnvoll, wenn sie messbar zur finanziellen Stabilisierung der GKV beitrügen.
In dem Interview verwies Warken auf den ersten Bericht der Finanzkommission, der mit Blick auf Österreich von einer Art Einheitskasse abgeraten hatte. In dem Nachbarland hatte es demnach durch die Zusammenlegung von Kassen keine nennenswerten Einspareffekte gegeben. Der Vorsitzende der Kommission, Wolfgang Greiner, bekräftigte gegenüber der PZ, dass er hier kaum Einsparpotenzial sehe.
Demgegenüber stehen aber zwölf Milliarden Netto-Verwaltungskosten der Kassen pro Jahr – darauf angesprochen, verwies Warken in dem Interview darauf, dass man die Vergütungsanstiege der Vorstände deckeln werde. Ob, wie CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann unlängst vorschlug, ein drastisches Eindampfen der Anbieter auf zehn sinnvoll sei, sei »nicht einfach« zu beurteilen, so Warken. Sie bekräftigte, dass die Kommission sich das Thema noch einmal anschauen solle. Sie sei zudem mit Linnemann in einem Austausch.