| Daniela Hüttemann |
| 02.07.2026 17:30 Uhr |
Littys Fazit: »Viele Forderungen der Apothekerschaft aus dem Zukunftspapier der ABDA sind umgesetzt worden. Bei anderen gab es Entgegenkommen. Dazu kommt eine solide finanzielle Unterstützung als Basis, viele, viele Entwicklungsmöglichkeiten, bei denen es nun an den Apothekerinnen und Apothekern ist, diese Chancen zu nutzen.«
Davon ist nun auch Präsident Christiansen überzeugt. »Nicht jede unserer Forderungen wurde erfüllt, und so manche Regelung in diesem Gesetz werden wir kritisch begleiten. Gerade die Erprobung der PTA-Vertretung und die Erleichterungen bei den Zweigapotheken werden wir aufmerksam beobachten und dort, wo Korrekturen erforderlich sind, diese auch weiterhin mit Nachdruck einfordern«, versprach Christiansen.
Hauptthemen der Kammerversammlung waren die Chancen der Apothekenreform sowie die Jahresbilanz des Versorgungswerks. / © PZ/Daniela Hüttemann
Die Reform eröffne den Vor-Ort-Apotheken neue Möglichkeiten. Die Anhebung des Honorars und die implementierte Verhandlungslösung schafften ein Mehr an wirtschaftlichem Spielraum. »Neue pharmazeutische Dienstleistungen, Impfangebote, assistierte Telemedizin und weitere Versorgungsaufgaben stärken die Rolle der Apotheke im Primärversorgungssystem«, so Christiansen. »Die Politik hat damit ein deutliches Signal gesetzt: Sie traut den Apotheken mehr zu. Nun liegt es an uns, dieses Vertrauen zu rechtfertigen.«
Dabei gelte es nicht nur, neue Dienstleistungen anzubieten, sondern auch digitale Möglichkeiten sinnvoll einzusetzen, Prozesse zu modernisieren und die Apothekenteams für die veränderten Aufgaben zu begeistern. Gerade Letzteres sahen einige Delegierte als essenziell an.
»Wer die neuen Möglichkeiten entschlossen nutzt, kann die Apotheke vor Ort als unverzichtbaren Bestandteil einer modernen Gesundheitsversorgung weiter stärken«, ist der Kammerpräsident nun überzeugt. »Die Vor-Ort-Apotheke hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie Krisen meistern kann. Doch jetzt geht es nicht mehr nur darum, Krisen zu bewältigen – jetzt geht es darum, Zukunft zu gestalten. Lassen Sie uns diese Chance gemeinsam nutzen!«