| Daniela Hüttemann |
| 27.04.2026 14:00 Uhr |
Laut dem ostholsteinischen CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Schmidt ist die sofortige Umsetzung der Fixumserhöhung für Apotheken für die CDU/CSU »oberste Maxime«. / © Imago/dts Nachrichtenagentur
Am Wochenende haben sich rund 150 Apothekerinnen und Apotheker zum Fortbildungskongress der Apothekerkammer Schleswig-Holstein in Neumünster getroffen. Kammerpräsident Kai Christiansen nutzte die Gelegenheit, um über den Stand zur Apothekenreform und insbesondere der Verhandlungen um die Erhöhung des Packungsfixums zu informieren. »Wenn die Politik die Vor-Ort-Apotheken wirklich erhalten will, dann reicht es nicht, uns einerseits immer neue Sparbeiträge aufzuerlegen und andererseits die wirtschaftliche Realität auszublenden.«
Zur Erhöhung des Packungsfixums auf 9,50 Euro gebe es viele Indizien, aber noch keine belastbaren Beweise. »Zwar hat mir der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Schmidt schriftlich zugesichert, dass die Fixumserhöhung kommen wird, aber im Gegensatz zur Erhöhung des Kassenabschlags, der im vorliegenden Referentenentwurf bereits aufgeführt ist, gibt es für die Änderung der Arzneimittelpreisverordnung noch keinen Entwurf, in dem die 9,50 Euro enthalten sind«, bemängelte Christiansen und im Hinblick auf das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: »Die Apotheken haben ihren Sparbeitrag längst geleistet.«
Kammerpräsident Kai Christiansen wird nicht müde im Kampf für ein höheres Apothekenhonorar. / © PZ/Daniela Hüttemann
In Bezug auf das Honorar, aber auch die immer noch existenten Ideen von Lockerungen für Zweigapotheken und zur PTA-Vertretung habe er alle Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD aus Schleswig-Holstein angeschrieben. Der CDU-Politiker Sebastian Schmidt, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Ostholstein – Stormarn-Nord und Mitglied des Gesundheitsausschusses, habe ihm im Namen aller CDU-Abgeordneten geantwortet.
Es sei in den vergangenen Tagen klar geworden, »dass die Erhöhung des Fixums unbestritten kommen muss«, zitierte Christiansen aus Schmidts Antwortschreiben vom 16. April – und das unabhängig von den im Kommissionsbericht erwähnten Zeiträumen. »Oberste Maxime meinerseits und der CDU/CSU ist jetzt vor allem die sofortige Umsetzung«, versicherte Abgeordnete schriftlich.
Zudem habe Christiansen noch am Freitag mit dem Staatssekretär des Landesgesundheitsministeriums Schleswig-Holstein telefoniert. Apotheker Christiansen nutzte die Gelegenheit, die Kritik der Apothekerschaft an den aktuell laufenden Reformvorhaben zu erläutern.
»Das Land Schleswig-Holstein steht in dieser Sache eng an unserer Seite, und während die Erhöhung des Fixums in einer nicht zustimmungspflichtigen Verordnung geregelt wird, muss die Erhöhung des Kassenabschlags durch den Bundestag und Bundesrat.« Bleibt den Apotheken zu hoffen, dass die Länder sich mehr für sie einsetzen und ein Veto einlegen.