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Baden-Württemberg
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Viele ungerechtfertigte Retaxationen abgewendet

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg konnte im vergangenen Jahr fast eine Million Euro an Retaxationen zurückfordern. 62 Prozent der geprüften Retaxationen waren nach Verbandsangaben ungerechtfertigt.
AutorKontaktPZ
Datum 16.07.2026  13:30 Uhr

Vor allem kleine Retaxationen berechtigt

Die Abteilung Taxation hatte nach eigenen Angaben im Jahr 2025 den Rekordwert von insgesamt 15.085 (10.523) Rezepten geprüft, nachdem diese von den Kassen beanstandet worden waren. Diese wurden zu 6507 Retaxationsvorgängen zusammengefasst (im Vorjahr: 4842). Rund ein Fünftel der geprüften Rezepte, nämlich 3131 (Vorjahr: 1879), konnte zugunsten der LAV-Mitglieder entschieden werden. Besonders ins Auge fällt dabei, dass hinter diesen Fällen ein Wert von gut 982.023 Euro steht – und damit beinahe zwei Drittel des Gesamtwerts der geprüften Retaxationen. Es wurden also viele Retaxationen über hohe Summen zu Unrecht vorgenommen.

Demgegenüber waren in der hohen Anzahl von 11.954 Fällen (im Vorjahr 7794) die Beanstandungen der Kassen berechtigt. Dahinter stand allerdings die deutlich geringere Summe von 599.764 Euro (Vorjahr 358.718 Euro). Die Zahlen verdeutlichen laut dem LAV, dass sich die berechtigten Retaxationen vor allem auf zahlreiche kleinere Beträge verteilten. Die vom LAV erfolgreich abgewehrten Retaxationen betrafen hingegen häufig wirtschaftlich deutlich relevantere Summen, hob LAV-Geschäftsführer Dambacher hervor: »Gerade hier zeigt sich der hohe Nutzen einer konsequenten Interessenvertretung durch den Verband und durch unsere hochkompetente Prüfung durch die Abteilung Taxation.«

 

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