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Viele Fragen rund ums Impfen in der Apotheke

Feste Zeiten für Impfangebote einplanen

Neben der optionalen Teilnahme müsse aber auch klar sein, dass es kein Rund-um-die-Uhr-Impfangebot in den Apotheken geben kann. Ein jederzeit verfügbares apothekerliches Impfen, analog zur Arzneimittelversorgung in der öffentlichen Apotheke, sei nicht darstellbar, sagte Vizepräsident Dieckerhoff, der im Rahmen des Modellprojekts bereits gegen Grippe in seiner Dortmunder Apotheke impft. »Das macht man nicht einfach mal so nebenbei. Wir können allen nur empfehlen, Impfangebote zu festen, planbaren Zeiten zu unterbreiten« – auch für eine einfachere Personalplanung. Das könne zum Beispiel der Mittwoch- oder Samstagnachmittag sein, wenn weniger los ist.

Kasper erläuterte, dass Apotheken in NRW grundsätzlich rund um die Uhr laut Ladenschlussgesetz geöffnet sein dürften, außer an Sonntagen, da dürfe nur ein Teil geöffnet sein. Doch hier könne die Apothekerkammer Ausnahmen erteilen.

Darüber hinaus dürfen geschulte Apotheker impfen, wenn sie in andere Strukturen wie Impfzentren oder mobile Impfteams eingebunden sind, nur nicht auf eigene Faust, also nicht in eigener Verantwortung, sondern ärztlicher Aufsicht. Sogenannte »aufsuchende Impfungen«, also klassische Hausbesuche, seien Apothekern nicht erlaubt, erklärt Kasper. Hat eine Apotheke jedoch einen Versorgungsvertrag mit einem Seniorenheim, sei dort ein apothekerliches Impfen denkbar.

Die Erlaubnis zum Impfen gegen Covid-19 gilt übrigens erst einmal nur bis zum 31.12.2022. Dann müsse laut Kasper ausgewertet werden, ob das Impfen in der Apotheke zum Erfolg geworden ist. »Wenn es glückt, schauen wir, wie der Bedarf ist, das Impfen in der Apotheke weiterzuentwickeln«, so Overwiening.

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