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Parlamentarischer Abend
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Versorgung von Frauen braucht bessere Daten

Geschlecht muss in Registern und in elektronischen Anwendungen verpflichtend, standardisiert und differenziert erfasst und ausgewertet werden. Das war nur eine der Forderungen auf dem Parlamentarischen Abend des Runden Tisches der Frauen im Gesundheitswesen.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 22.09.2026  16:10 Uhr

»Gelebt wird Versorgung in den Ländern«

In der Paneldiskussion unter der Moderation von Professorin Clarissa Kurscheid wurde deutlich, an welchen Stellen diese Standards ansetzen müssten. Ursula Nonnemacher, frühere Brandenburger Gesundheitsministerin, richtete den Blick auf die Landesebene: »Der Bund kann Register vorschreiben, gelebt wird Versorgung aber in den Ländern. Ohne verbindliche Vorgaben für Kliniken und Kassenärztliche Vereinigungen bleibt jede Bundesstrategie Theorie.«

Brenya Adjei, Geschäftsführerin der Gematik, zog die Verbindung zur laufenden Digitalisierung der Versorgung: »Mit der elektronischen Patientenakte für alle bauen wir gerade die Dateninfrastruktur für die nächsten zwanzig Jahre. Wenn wir geschlechtsspezifische Auswertbarkeit jetzt nicht mitdenken, schreiben wir die Lücke in die Architektur ein, und dann wird sie richtig teuer zu korrigieren.«

Der Runde Tisch der Frauen im Gesundheitswesen ist ein Bündnis aus aktuell elf Organisationen aus dem Gesundheitswesen, das 2021 mit dem Ziel gegründet wurde, mehr Frauen in Führungspositionen und eine geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung durchzusetzen. Mitglieder sind das Berlin Institute of Health (BIH) an der Charité, die #Denkfabrik Apotheke, der Verein Dentista, der Deutsche Ärztinnenbund, der Verein Die Chirurginnen, der Verein Healthcare Frauen, das Institut für Gendergesundheit, die Lady Lobby, Pro Quote Medizin, #SheHealth Women in Digital Health und der Verein Spitzenfrauen Gesundheit.

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