Bei der BVT wurden mehrere Positionspapiere verabschiedet. Im Positionspapier »Sozialpharmazie« fordert der BPhD, das transdisziplinäre Konzept der Sozialpharmazie in der Gesundheitsversorgung weiter auszubauen und in die Lehre aufzunehmen, wofür sich insbesondere die Klinische Pharmazie anbietet. In Modellprojekten wie »Social Prescribing« sollten Apotheker aktiv eingebunden werden.
Des Weiteren erhielt das Positionspapier »Sterbebegleitung und Sterbehilfe« ein Update. Der BPhD fordert eine nationale, einheitliche gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe, außerdem die Aufklärung und Enttabuisierung der Sterbebegleitung, den Ausbau der Palliativpharmazie sowie die Vermittlung einer »praxisorientierten Beratungskompetenz« zu Formen und Methoden der Sterbehilfe.
Ebenso wurde das Positionspapier »Suizidprävention« beschlossen. Unter anderem fordert der Verband, Suizidprävention und regelmäßige Weiterbildungsangebote in Studium und Beruf zu verankern. Angebote wie die 2026 in Kraft getretenen »Safe Space-Apotheken« sollten ausgeweitet und kontinuierlich gefördert werden.
Bei der Versammlung fanden auch Wahlen statt. So übernimmt beispielsweise Anna Jonas (Münster) zum 1. Juli das Amt der Präsidentin, während Lorena Vogel (Freiburg) neue Beauftragte für Studien- und Lehrorganisation wird. Um Fort- und Weiterbildung kümmert sich künftig Paula Schulze (Jena). Zum neu gewählten Ehrenausschuss zählen Verena Maute, Albert Glaser und Onno Coelen.
Das Präsidium zeichnete besonderes Engagement mit drei Ehrennadeln aus: Nina Wissing erhielt sie für ihren Einsatz in der internationalen Arbeit des BPhD, Verena Maute unter anderem für ihr Engagement beim Aufbau fester Kooperationspartner und Miriam Sprafke für ihr Wirken im Präsidium, im Geschäftsführenden Vorstand sowie im Trainer‑Netzwerk des BPhD.