| Laura Rudolph |
| 04.01.2022 09:00 Uhr |
Ein möglicher Auslöser für die Bildung CD16-positiver T-Zellen könnte das Komplementsystem sein, ein Teil des angeborenen Immunsystems. »Wir haben herausgefunden, dass bestimmte Komponenten dieses Systems vermehrt in Patienten mit schwerem Verlauf von Covid-19 gebildet werden und zur Entstehung der CD16-positiven T-Zellen beitragen. Hier scheinen wir einen neuen, wichtigen Zusammenhang aufgedeckt zu haben«, vermutet Sawitzki.
Konkret geht es um das aktivierte Protein C3a, das bei einem schweren Covid-19-Verlauf vermehrt gebildet wird und die Bildung CD16-positiver T-Zellen induziert. »Sollte sich dieser Zusammenhang bestätigen, könnte die Hemmung des Komplementsystems möglicherweise dazu beitragen, schwere Verläufe zu minimieren«, so Sawitzki. Um diese Erkenntnisse für neue Therapieoptionen nutzen zu können, stehen jedoch weitere Studien aus.