Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Parkinson
-
Tavapadon punktet in Phase III

Tavapadon, ein selektiver Agonist an den Dopaminrezeptoren 1 und 5, wurde in zwei Phase-III-Studien erfolgreich bei Parkinsonpatienten getestet – im frühen Stadium als Monotherapie und bei fortgeschrittener Erkrankung als Zusatz zu einer Therapie mit Levodopa.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 16.04.2026  11:00 Uhr
Überzeugt auch als Levodopa-Add-on

Überzeugt auch als Levodopa-Add-on

In der TEMPO-3-Studie testete ein Team um Professor Dr. Hubert H. Fernandez von der Cleveland Clinic in Ohio den Arzneistoffkandidaten als Add-on-Therapie bei 507 Parkinsonpatienten, die unter stabiler Levodopa-Dosis von mindestens 400 mg pro Tag motorische Fluktuationen (»Off-Time«) hatten. Der Erkrankungsbeginn lag im Mittel 6,7 Jahre zurück, die durchschnittliche Off-Time betrug 5,5 Stunden pro Tag. Das Durchschnittsalter lag bei 64,9 Jahren und der Frauenanteil auch hier bei rund einem Drittel.

252 Teilnehmende erhielten Tavapadon einmal täglich oral in der individuell höchsten verträglichen Dosis zwischen 5 und 15 mg (Titrationsphase bis Woche 14). Die Forschenden analysierten, wie sich der zeitliche Anteil der Phasen mit und ohne schwerwiegende Bewegungsstörungen (Off- versus On-Time) pro Tag nach 26 Wochen veränderte.

Das Ergebnis: Tavapadon erhöhte die On-Time um durchschnittlich 1,70 Stunden pro Tag, Placebo um 0,60 Stunden. Die Off-Time reduzierte sich in der Verumgruppe um 1,88, in der Kontrollgruppe um 0,93 Stunden.

Auch in dieser Studie zeigte sich ein günstiges Sicherheitsprofil. Mehr als 90 Prozent der gemeldeten Nebenwirkungen waren mild bis moderat. Am häufigsten traten Übelkeit (14,3 Prozent), Dyskinesie (10,0 Prozent) und Schwindel (7,6 Prozent) auf.

THEMEN
Parkinson
Mehr von Avoxa