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Molybdän-Cofaktor-Mangel
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Substratersatztherapie im Handel

Seit März ist mit Fosdenopterin eine Substratersatztherapie für Säuglinge mit der seltenen neurodegenerativen Erkrankung Molybdän-Cofaktor-Mangel Typ A verfügbar. Sie ist in Deutschland die erste zugelassene zielgerichtete Behandlungsoption.
AutorKontaktKerstin A. Gräfe
Datum 02.04.2025  12:00 Uhr

Gesamtüberleben verlängert

Nulibry wurde unter außergewöhnlichen Umständen zugelassen. Die Zulassung basiert auf einer kombinierten Analyse von 15 Patienten mit genetisch bestätigter MoCD Typ A. Sie erhielten eine Substratersatztherapie mit Nulibry und/oder einem therapeutisch gleichwertigen rcPMP. Das durchschnittliche Gestationsalter betrug 39 Wochen.

Nulibry verlängerte im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrollgruppe mit natürlichem Krankheitsverlauf signifikant das Gesamtüberleben. Nach einem Jahr waren etwa 93 Prozent der behandelten Patienten noch am Leben, in der Kontrollgruppe waren es 75 Prozent. Zudem kam es zu einer Verbesserung der Nahrungsaufnahme ohne Hilfe, des Wachstums und der körperlichen Entwicklung. Des Weiteren erreichten die Patienten eher einen Kopfumfang, der näher an dem von Gleichaltrigen war. 

Sehr häufige Nebenwirkungen des Orphan Drugs sind Komplikationen im Zusammenhang mit dem Katheter.

Die ungeöffnete Durchstechflasche ist im Gefrierschrank bei −25 °C bis −10 °C zu lagern. Nach der Rekonstitution kann die Lösung bei Raumtemperatur (15 °C bis 25 °C) oder im Kühlschrank (2 °C bis 8 °C) für bis zu vier Stunden einschließlich der Infusionszeit gelagert werden.

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