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Biontech-Impfstoff

Studie aus Israel betont Bedeutung der Zweitimpfung

Eine neue Studie aus Israel unterstreicht die Notwendigkeit, sich mit beiden vorgesehenen Impfdosen des Biontech-Impfstoffs Comirnaty gegen das Coronavirus impfen zu lassen.
PZ
dpa
06.05.2021  10:54 Uhr

Eine landesweite Untersuchung des israelischen Gesundheitsministeriums und Biontech und Pfizer bescheinigte dem Impfstoff Tozinameran (Comirnaty®, BNT162b2) zwischen sieben und 14 Tagen nach Erhalt der ersten Dosis eine Schutzwirkung von 58 Prozent vor einer Infektion, von 76 Prozent vor einer Krankenhauseinweisung und 77 Prozent vor dem Tod. Sieben Tage nach der vom Hersteller empfohlenen zweiten Dosis reduziert sich das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus, einer Krankenhauseinweisung oder des Todes demnach jeweils um mehr als 95 Prozent – also deutlich höher.

Die Verfasser der im Fachmagazin «The Lancet» veröffentlichten Studie betonten, dass noch wenig über die Dauer der Wirksamkeit der ersten Dosis bekannt sei. Der Erhalt nur einer Spritze könnte einen kürzeren Schutz-Zeitraum bedeuten, insbesondere in Gegenden mit neuen Coronavirus-Varianten. Generell gebe es weiterhin auch noch Unklarheiten über die Dauer der Immunität nach der zweiten Impfung.

Die Untersuchung stützt sich auf Daten, die zwischen dem 24. Januar und dem 3. April 2021 in Israel erhoben wurden. Am 24. Januar hatten rund 2,6 Millionen Menschen die Erst- und 1,2 Millionen auch die Zweitimpfung erhalten. Am 3. April waren etwa 4,8 Millionen Menschen doppelt geimpft, 5,3 Millionen einfach.

In Israel leben rund 9,3 Millionen Menschen. Israel hatte am 19. Dezember damit begonnen, den Impfstoff zu verabreichen. Die Kampagne verlief sehr erfolgreich und rasch. Eine Vereinbarung der israelischen Regierung mit Biontech und Pfizer sah eine Übermittlung von Impfdaten als Teil von Impfstofflieferungen vor. Das Land gilt somit als «Modell-Land» für die Analyse von Impfdaten.

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