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Ministerpräsidentenkonferenz
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Standortklausel soll zügig umgesetzt werden

Bei der gestrigen Ministerpräsidentenkonferenz der Länder (MPK) wurde ein Zeichen für die Pharmaindustrie gesetzt. In ihrem Beschluss schreibt die Konferenz, dass der Bund die geplante Pharmastandortklausel zügig umsetzen muss. Vertreter der Pharmabranche begrüßten den Beschluss und unterstrichen die Bedeutung ihrer Branche.
AutorKontaktPZ
Datum 23.10.2026  14:30 Uhr

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) begrüßt in einer Pressemitteilung den Beschluss, erwartet aber auch, dass die Regierung die beschlossene zusätzliche Belastung für pharmazeutische Unternehmen in Deutschland reduziert. Damit ist der ab Januar 2027 vom GKV-Spargesetz vorgesehene erhöhte Herstellerabschlag in Höhe von 15,5 Prozent auf patentgeschützte Arzneimittel gemeint.

»Die Landesregierungen sind nah dran an den Standorten, sehen, was die Unternehmen in Forschung, Entwicklung und Produktion leisten, was sie für die einzelnen Regionen als Arbeitgeber bedeuten«, sagt BPI-Hauptgeschäftsführer Kai Joachimsen.

Der Verband ist der Meinung, dass die Standortklausel ein wichtiges Signal für die Industrie sein kann. Sie soll Pharmaunternehmen unter bestimmten Bedingungen – etwa bei klinischen Forschungen in Deutschland – vom zusätzlichen, festgelegten Herstellerabschlag befreien.

Der BPI fordert zudem, dass patentfreie Arzneimittel grundsätzlich von dem zusätzlichen Herstellerabschlag ausgenommen werden, da sie sonst einem hohen Preis- und Regulierungsdruck ausgesetzt wären. »Deutschland braucht eine Pharmastrategie, die Versorgungssicherheit, Innovation und industrielle Wertschöpfung zusammenführt. Die Länder haben hierfür wichtige Impulse gesetzt«, so Joachimsen.

Auch Pharma Deutschland begrüßt den Beschluss. »Unser starkes Sozial- und Gesundheitssystem beruht seit jeher auf einer starken Wirtschaft. Wir erwarten, dass dieser Gedanke in der Pharmastrategie der Bundesregierung so klar zum Ausdruck kommt, wie in den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz«, so Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, in der Pressemitteilung des Verbands.

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