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Zirkadianer Rhythmus
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Sport nach der inneren Uhr ist effektiver

Der Nutzen von Sport ist unumstritten. Er wirkt sich etwa positiv auf die kardiovaskuläre und mentale Gesundheit sowie den Schlaf aus. Noch mehr bringt sportliche Betätigung, wenn sie zu einer Zeit ausgeführt wird, die zum individuellen Chronotyp passt.
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 17.04.2026  16:20 Uhr
Sport nach der inneren Uhr ist effektiver

Der Chronotyp ist biologisch veranlagt und bestimmt, ob man eher ein Morgen- oder Abendmensch ist. Er beeinflusst das Schlaf-Wach-Muster, die Ausschüttung von Hormonen sowie die Energieverfügbarkeit im Tagesverlauf. Taktgeber ist der zirkadiane Rhythmus, die »innere Uhr«, die von komplexen Mechanismen gesteuert wird und unter anderem Blutdruck, Herzfrequenz, Glucosestoffwechsel und Gefäßfunktion beeinflusst. All diese Parameter wirken sich auf die individuelle Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit aus.

Ein Ärzteteam um Dr. Arsalan Taniq aus Lahore, Pakistan, untersuchte, wie es sich auf die kardiometabolische Gesundheit und Schlafqualität auswirkt, wenn der Trainingszeitpunkt auf den individuellen Chronotyp ausgerichtet wird. Dabei zeigten sich deutliche Vorteile, wenn die innere Uhr berücksichtigt wurde, wie der Publikation im Fachjournal »BMJ Open Heart« zu entnehmen ist.

Einbezogen wurden 134 Erwachsene (78 Männer und 56 Frauen) im Alter von 40 bis 60 Jahren. Einschlusskriterien waren ein überwiegend sitzender Lebensstil und mindestens ein kardiovaskulärer Risikofaktor wie Bluthochdruck oder Übergewicht.

Die Forschenden kategorisierten die Teilnehmenden mithilfe des Morningness-Eveningness-Questionnaire, einem validierten Fragebogen zur Erfassung des Chronotyps, als Morgen- oder Abendtyp. Anschließend bestätigten sie das Ergebnis durch eine 48-stündige Überwachung der Körperkerntemperatur.

Die randomisierte, kontrollierte Studie fand über 12 Wochen am Lehrkrankenhaus der University of Lahore statt. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt. 64 Teilnehmer trainierten ihrem Chronotyp entsprechend – die Morgenmenschen zwischen 8 und 11 Uhr, die Abendmenschen zwischen 18 und 21 Uhr. Dagegen betrieben 70 Teilnehmer entgegen ihrer inneren Uhr Sport (Kontrollgruppe). Absolviert wurde ein beaufsichtigtes, moderat intensives aerobes Training an fünf Tagen pro Woche mit einer Dauer von jeweils 40 Minuten.

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