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Ansatz zur Demenzprävention

Spermidin als Autophagie-Induktor

Mit zunehmendem Alter des Menschen sinkt die Spermidin-Konzentration in verschiedenen Geweben, zum Beispiel im Gehirn, und im Blut. Eine erhöhte Zufuhr von Spermidin könnte diese Abnahme ausgleichen. Dabei könnte beispielsweise eine Supplementation im Milligrammbereich bereits effektiv sein, erklärte Professor Dr. Tobias Eisenberg von der Universität Graz. Darauf deuteten erste Humanstudien hin.

Inwieweit eine Spermidin-Gabe als Demenzprävention wirksam ist, wurde in der randomisierten, placebokontrollierten preSmartAge-Studie an der Charité untersucht. In dieser Phase-IIa-Studie wurde der Effekt einer täglichen Gabe von 1,2 mg Spermidin bei 30 Probanden im Alter von über 60 Jahren ermittelt, die ein erhöhtes Demenzrisiko aufwiesen. Wie die Wissenschaftler um Dr. Miranka Wirth 2018 im Journal »Cortex« berichteten, verbesserte die Spermidin-Supplementation über einen Zeitraum von drei Monaten die Gedächtnisleitung moderat im Vergleich zur Kontrollgruppe, die ein Placebo erhalten hatte (DOI: 10.1016/j.cortex.2018.09.014).

Derzeit läuft die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützte Folgestudie SmartAge ebenfalls an der Charité. In dieser Untersuchung wird der Effekt einer Spermidin-Supplementation über zwölf Monate an insgesamt 100 Probanden getestet. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2020 vorliegen. Zudem sind Humanstudien geplant, die einen möglichen kardioprotektiven Effekt einer Spermidin-Gabe untersuchen sollen, der aus präklinischen Studien bekannt ist.

Spermidin in Lebensmitteln

Einige Lebensmittel haben einen hohen Gehalt an Spermidin. An der Spitze stehen Weizenkeime und getrocknete Sojabohnen. Aber auch gereifter Käse wie Parmesan oder Cheddar, Kürbiskerne, Pilze, Sojaprodukte und Hülsenfrüchte weisen eine nennenswerte Spermidin-Konzentration auf.

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