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Personalwechsel im BMG
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Sorge teilt gegen Merz aus

Tino Sorge wird als Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium ersetzt – und zeigt sich deutlich enttäuscht von Kanzler Friedrich Merz. Der Personalumbau innerhalb der CDU nimmt allmählich groteske Züge an – und sorgt für Ärger in der Partei.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 27.07.2026  17:10 Uhr

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken wechselt ins Kanzleramt, für sie soll Carsten Linnemann übernehmen. Auch auf der zweiten Ebene nimmt Merz Wechsel vor: »Heute hat der Bundeskanzler seinen Wunsch bekannt gegeben, dass ich als Parlamentarischer Staatssekretär im BMG entlassen werde«, kommentiert Sorge seine Abberufung in einem Statement. Auf ihn folgt Christiane Schenderlein, bisher Sport-Staatsministerin im Kanzleramt.

Sorge macht aus seinem Ärger über die Entscheidung keinen Hehl: »Es ist kein Geheimnis, dass ich meine Arbeit an dieser zentralen Schaltstelle der Gesundheitspolitik gern fortgeführt hätte. Die Entscheidung des Bundeskanzlers nehme ich zur Kenntnis. Dass er sie – anstelle eines persönlichen Gesprächs mit mir – zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet hat, bleibt seine eigene Stilfrage.«

Sorge weiter: »Angesichts der Ereignisse der letzten Tage und am Vorabend mehrerer Landtagswahlen wird der Bundeskanzler diese Entscheidung mit Bedacht getroffen haben. Zu hoffen bleibt, dass sie einer übergeordneten Logik folgt, die größer ist als die Summe einzelner Personalentscheidungen.«

Proteste innerhalb der CDU

Mit seinem Störgefühl ist Sorge nicht allein. Die Abberufung von Verkehrsminister Patrick Schnieder hat die CDU-Landtagsfraktion von Rheinland-Pfalz zu einer deutlichen Protestnote veranlasst. Ein bereits vereinbarter Besuch im Kanzleramt wurde kurzerhand abgesagt.

Was Sorge betrifft, verlässt viel Erfahrung das BMG. Zwölf Jahre war der Magdeburger im Gesundheitsausschuss des Bundestages, in der vergangenen Legislatur sogar gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Nach der Bundestagswahl wurde er sogar als Gesundheitsminister gehandelt, bevor die Wahl auf Warken fiel. Sorge wurde Staatssekretär im Ministerium. »Für diese Möglichkeit bin ich dankbar, sie war mir eine Ehre und eine Freude zugleich«, schreibt Sorge.

Sorge wünscht Linnemann Erfolg

Mit der Weiterentwicklung der Krankenhausreform und dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz seien zuletzt zwei wegweisende Reformvorhaben gelungen. Diese Erfolge schreibt Sorge dem »guten Miteinander in der Leitung des Ministeriums und der herausragenden Arbeit der Fachabteilungen« zu, ebenso dem langjährigen vertrauensvollen Austausch unter den Fachpolitikern der Fraktionen.

Jetzt stehen mit den Strukturreformen der GKV-Finanzen und der Pflege, der Reform der Notfallversorgung sowie der Digitalisierung des Gesundheitswesens weitere Großprojekte an. »Für diese Vielzahl von Vorhaben sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Fachabteilungen im BMG exzellent aufgestellt«, findet Sorge. Er wünsche dem neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann und seinem Team alles erdenklich Gute und viel Erfolg.

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