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Impftempo steigern

Söder will Apotheken in Coronavirus-Impfungen einbeziehen

Tempo machen beim Impfen gegen Corona – das ist das Gebot der Stunde. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dringt schon länger darauf. Neben einer deutlich flexibleren Impfreihenfolge schlägt er nun auch vor, die Zahl der Anlaufstellen für Impfungen so schnell wie möglich zu erhöhen. Unter anderem sollten dann Apotheken mit in die Kampagne eingebunden werden, sagte Söder der »Welt«.
Cornelia Dölger
29.04.2021  11:15 Uhr

Seit die Mengen an verfügbarem Corona-Impfstoff steigen, mehren sich die Forderungen, die ursprüngliche Impfreihenfolge zu flexibilisieren. Die Bundesregierung will die Reihenfolge im Juni aufheben,einzelne Bundesländer, zum Beispiel Bayern, gehen aber einen Sonderweg und kippen die Priorisierung schon früher. Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) will nun parallel zudem die Zahl der Impfanlaufstellen erhöhen und dabei auch die Apotheken mit ins Boot holen.

So schnell wie möglich sollten die Immunisierungen nicht nur bei Hausärzten und in Impfzentren angeboten werden, sagte Söder der Zeitung »Welt«. Es gelte, sich rechtzeitig auf den Moment vorzubereiten, an dem die Impfpriorisierung fällt. Alle vereinbarten Termine für die priorisierten Personengruppen blieben erhalten. »Aber wir müssen jetzt schon alle denkbaren Strukturen aufbauen für die Zeit, wenn wir noch mehr Impfstoff bekommen«,  so Söder gegenüber dem Blatt.

Ausdrücklich auch junge Menschen schnell impfen

Teil dieser Strukturen sollten demnach auch Apotheken sein. Söder betonte: »Generell gilt: Wir brauchen Ärzteteams, die in mobilen Impfstationen in Supermärkten impfen können. Auch in Apotheken sollte geimpft werden. Es darf kein Impfstoff liegen bleiben, und vor Ort muss es schnell gehen – ohne lange Wartezeiten.«

Es gelte also, aufs Tempo zu drücken – ausdrücklich auch für junge Menschen. Diese will der Ministerpräsident der Zeitung zufolge früh impfen. »Besonders wichtig ist es auch, Schüler einzubinden, um jungen Menschen eine Perspektive für mehr Freiheit zu geben. Daher wollen wir den Abschlussklassen im Juni ein Impfangebot machen«, so der CSU-Chef. Schulimpfungen müssten genauso wie Betriebs- und Familienimpfungen ein fester Baustein sein, wenn man schnell aus der Pandemie herauskommen wolle.

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