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Unterschiedliche Maßnahmen 

So bekämpfen EU-Länder die Corona-Pandemie

Kontaktbeschränkungen, testen und impfen – diese Maßnahmen sollen in Deutschland den Weg aus der Corona-Krise leiten. Europaweit verhalten sich die Länder im Kampf gegen die Pandemie durchaus unterschiedlich.
dpa
02.04.2021  12:00 Uhr

Während Bund und Länder angesichts steigender Infektionszahlen um den Corona-Kurs ringen, stehen auch die Nachbarstaaten in der Pandemie weiter vor Herausforderungen. Nicht nur bei den Maßnahmen, sondern auch beim Impfen gibt es Unterschiede: So ist mehr als die Hälfte der erwachsenen Briten bereits erstgeimpft, während es im kleinen Bulgarien erst sechs Prozent der Erwachsenen sind. In Deutschland haben bisher mehr als 9,4 Millionen Menschen und damit mehr als elf Prozent der Gesamtbevölkerung zumindest die erste Dosis erhalten.

Belgien

Beim Nachbarn gelten strenge Kontaktregeln – höchstens mit einer Person aus einem fremden Haushalt darf man sich treffen. Draußen geht das mit Maske mit bis zu vier Personen. Im ganzen Land gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Shoppen geht mit Termin, Restaurants, Kneipen und Cafés sind seit Monaten geschlossen. Für Gottesdienste gelten strenge Auflagen. Nach jüngsten Angaben der belgischen Behörden haben fast 1,3 Millionen Menschen – rund 14 Prozent der Erwachsenen in dem kleinen Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern – mindestens eine erste Impfdosis bekommen.

Bulgarien

Seit dem 1. April soll die Gastronomie Außenbereiche öffnen dürfen. Unter anderem Kinos sollen bei geringer Auslastung den Einlass gewähren können. Hotels sind nach wie vor offen, ebenso die Kirchen, wo wie etwa in Geschäften oder Tankstellen Maskenpflicht gilt. Bis 31. März wurden bei einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen insgesamt gut 460.000 Impfdosen verabreicht – rund sechs Prozent der Erwachsenen sind damit zumindest erstgeimpft. In dem orthodoxen Land wird das Osterfest erst am 2. Mai gefeiert.

Dänemark

Dänemark ist auf dem Weg zu einer Lockerung der geltenden Maßnahmen. Die Fußgängerzone in Kopenhagen ist bereits sehr voll, nach Ostern dürfen die Bürger erstmals seit Monaten zum Friseur. Bald sollen etwa Restaurants, Cafés und Kinos öffnen. Draußen dürfen sich derzeit maximal zehn Menschen treffen, drinnen sollten es laut Empfehlung nicht mehr als fünf sein. Bei Gottesdiensten unter freiem Himmel sind bis zu 50 Teilnehmer erlaubt. Im Fünf-Millionen-Einwohnerland Dänemark haben bislang rund 730.000 Menschen mindestens eine erste Impfdosis erhalten.

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