| Theo Dingermann |
| 18.05.2026 07:00 Uhr |
Das Fazit der beiden Essayisten, das sie auch noch einmal in dem STAT-Podcast »First Opinion« erläutern, lautet, dass sich heute nicht mehr rekonstruieren lässt, ob die Blue Zones je in der behaupteten Reinform existierten. Plausibel bleibt, dass kleine, isolierte Inselpopulationen tatsächlich überdurchschnittlich gesund alterten.
Auf Basis des Blue-Zone-Konzepts sind eine Reihe Lebensstil-Empfehlungen entstanden, darunter pflanzenbasierte Ernährung, Bewegung im Alltag, soziale Einbindung und Stressmanagement. Alles wissenschaftlich solide unterfütterte Aspekte. Anders sieht es laut Autorenteam bei Senolytika aus – Wirkstoffe, die helfen, Zellen zu beseitigen, die bei altersbedingten Erkrankungen eine Schlüsselrolle spielen. Auch bei hyperbaren Kammern und Anti-Aging-Infusionen der milliardenschweren Longevity-Industrie handle es sich um »billige, skalierbare Lebensstilinterventionen«, heißt es.