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Fluconazol und Itraconazol

Sicherheit in der Schwangerschaft analysiert

Vaginale Hefeinfektionen treten in der Schwangerschaft häufig auf und werden in der Regel lokal behandelt. Schlägt die topische Behandlung fehl, kann der Arzt eine Oraltherapie mit einem Antimykotikum wie Fluconazol oder Itraconazol in Erwägung ziehen. Wie steht es um die Sicherheit dieser Behandlung? Ein Forscherteam um Dan Liu von der Sichuan University in Chengdu, China, hat sich der Frage angenommen.
Sven Siebenand
06.11.2019
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In einem systematischem Review haben die Wissenschaftler alle relevanten Studien zu diesem Thema ausgewertet. Insgesamt waren dies acht Kohortenstudien und eine Fallkontrollstudie. Im »International Journal of Gynecology & Obstetrics« wurden nun die Ergebnisse veröffentlicht.

Demnach ist die orale Therapie mit Fluconazol in der Schwangerschaft mit einem leicht erhöhten Risiko für angeborene Herzfehler und angeborene skelettale Fehlbildungen verbunden, die Gabe von Itraconazol mit einem erhöhten Risiko für Augendefekte. Ein erhöhtes Risiko für andere Geburtsfehler, spontane Aborte oder Totgeburten fanden die Wissenschaftler bei Frauen, die in der Schwangerschaft eines der beiden Antimykotika eingenommen hatten, nicht.

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