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Hamburg

Senat will Besucher von Shisha-Bars schützen

In Hamburg soll künftig ein Gesetz für einen besseren Schutz der Besucher von Shisha-Bars vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen sorgen. Eine entsprechende Vorlage von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) beschloss der Senat am heutigen Dienstag.
dpa
12.02.2019
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Das Gesetz, dem die Bürgerschaft noch zustimmen muss, schreibt den Betreibern von Shisha-Bars technische Schutzvorrichtungen und Warngeräte vor. Außerdem müssen sie die Funktion der Lüftungs- und Abluftanlagen jährlich nachweisen. Bei Verstößen drohen Bußgelder oder in schweren Fällen auch Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.

Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Atemgift. Immer wieder war es in der Vergangenheit zu Zwischenfällen in Shisha-Bars auch mit Verletzten gekommen. »Die bundesweit zu beobachtenden Vergiftungsfälle in Shisha-Bars zeigen, dass Besucherinnen und Besucher solcher Einrichtungen erheblichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind«, sagte Prüfer-Storcks. Deshalb sei eine gesetzliche Regelung erforderlich. Die Gesundheitssenatorin schloss nicht aus, dass es aufgrund der nicht unerheblichen Kosten für die Abluft- und Belüftungsanlagen sowie deren Wartung zu Schließungen von Bars kommen könnte. »Es ist nicht Ziel des Gesetzes, die Zahl der Shisha-Bars zu reduzieren. Wir würden das aber billigend in Kauf nehmen.« Insgesamt sehe sie das Rauchen von Shishas kritisch. Wasserpfeifen stellten keine harmlose Alternative zur Zigarette dar, ihr Rauch enthält Substanzen, die potenziell gesundheitsgefährdend seien, betonte die Senatorin.

 

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