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Existenzgründer-Workshop
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Selbst, ständig und erfolgreich

Was brauchen Apothekerinnen und Apotheker, um erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten? Ein »Startpaket« an Tipps und Tricks zu Betriebswirtschaft, Finanzen, Steuern und Co. teilten erfahrene Expertinnen und Experten beim Existenzgründer-Workshop, der am 15. Juli in Düsseldorf bereits in die 13. Runde ging.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 21.07.2026  09:00 Uhr

Steuern klug planen

Eine Existenzgründung soll sich finanziell auszahlen. Gerade in der Anfangsphase ist jedoch oft schwer abzuschätzen, welches Einkommen tatsächlich zur Verfügung steht und welche Steuern anfallen. Um hohe Nachzahlungen oder Liquiditätsprobleme zu vermeiden, ist eine realistische Steuerplanung wichtig.

»Als Steuerberater können wir vieles erleichtern, aber nicht alles übernehmen«, erklärte Steuerberater Philipp Bayerschen von der Treuhand Hannover. So müssen Gründer ihr Gewerbe selbst anmelden. Außerdem sind für den Betrieb eine Steuernummer sowie eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erforderlich.

Bereits vor dem Start kann der Steuerberater die voraussichtliche Gewerbe- und Einkommensteuer berechnen und entsprechende Vorauszahlungen anmelden. Wie andere Selbstständige müssen auch Apothekeninhaber regelmäßig Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben sowie Gewerbe- und Einkommensteuer im Voraus zahlen. Nach Abschluss des ersten Wirtschaftsjahres erstellt der Steuerberater die Jahresbilanz, auf deren Grundlage das Finanzamt die Steuer festsetzt.

Mehr als ein Rechenzentrum

Seit mehr als 50 Jahren steht die ARZ Service GmbH Haan im Dienst von Apotheken. Welche Leistungen das Unternehmen neben der Rezeptabrechnung bietet, stellte Vertriebsleiterin Katja Frey vor. Neben der Verarbeitung von Papier- und E-Rezepten übernehme das Unternehmen die technische und fachliche Prüfung der Abrechnungsdaten, die Archivierung von Unterlagen sowie die Übermittlung an die Krankenkassen.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Angebote zur Unterstützung des Apothekenalltags. Als Beispiel nannte Frey das Kundenportal »AHa!«, über das Apotheken unter anderem Abrechnungsdaten und E-Rezepte einsehen oder Zuzahlungen korrigieren können. Vorgestellt wurden außerdem Lösungen für das digitale Pflegehilfsmittel-Management sowie die Dokumentation von AMK-Meldungen und Rückrufen.

Darüber hinaus ging Frey auf Finanzierungs- und Abrechnungsleistungen ein. So können Apotheken unter bestimmten Voraussetzungen vorgezogene Auszahlungen von Abrechnungserlösen in Anspruch nehmen. Zudem erläuterte sie Instrumente, die helfen sollen, Abrechnungsfehler und Retaxationen zu vermeiden.

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