| Theo Dingermann |
| 13.10.2022 18:00 Uhr |
Um besser beurteilen zu können, welche Varianten die Treiber einer neuen Welle sein werden, sind viele Wissenschaftler dazu übergegangen, nicht Einzelvarianten zu beobachten, sondern Varianten mit konvergenten Mutationen zu gruppieren.
Im Zuge dessen konnte der Bioinformatiker Cornelius Roemer, der als einer der Ersten die neuen konvergenten Varianten dokumentierte, zeigen, dass sich Untervarianten umso schneller verbreiten, je mehr Schlüssel-RBD-Mutationen vorhanden sind. Seine Arbeiten deuten darauf hin, dass Untervarianten mit vier wichtigen RBD-Mutationen bis Ende September mehr als 30 Prozent der neuen Virusproben ausmachen könnten. Würden jedoch zwei bis drei weitere wichtige RBD-Mutationen hinzugefügt, wie dies bei XBB, BQ.1.1 oder BA.2.3.20 bereits der Fall ist, könnte sich die Entwicklung deutlich beschleunigen.