| Alexander Müller |
| 01.07.2026 07:00 Uhr |
Für Noventi bleiben die GFB »Wachstumsmotor«. Beispiel Ora: Die cloudbasierte Software wurde 2023 eingeführt, inzwischen hat Noventi nach eigenen Angaben 5000 Kunden aufgeschaltet.
Auch deshalb fällt die Prognose für das laufende Jahr bei Böhm und Steimel positiv aus: Die »operative Leistungskennziffer« sei 2025 schon positiv gewesen. »Und wir wissen, dass wir in diesem Jahr keine Millionenbeträge an Sanierungsabschlusszahlungen an die Finanzierer leisten müssen. Wir stehen operativ in der Ergebnisperspektive aktuell deutlich über Plan«, so Böhm.
Im ersten Halbjahr wurden demnach auch die Werte von 2024 übertroffen – und das hat Noventi bekanntlich mit einem Plus von 6 Millionen Euro abgeschlossen. Könnte 2026 also nach einem sanierungsbedingten Verlustjahr mal wieder ein zweistelliger Millionengewinn eingefahren werden? Für solche Prognosen sei es noch zu früh, sagt Böhm, aber in diese Richtung könne es laufen.
Überzeugen muss Noventi vor allem die Banken. Ob die mit dem aus Sicht von Noventi offenbar eingepreisten Verlust zufrieden sind und wie die Erwartungen an das laufende Jahr sind, dürfte entscheidend für die nächsten Verhandlungen über die Kreditlinien sein. Und dabei spielen auch externe Faktoren eine Rolle, Beispiel Skonto: Wenn Apotheken beim Großhandel und im Direktgeschäft künftig wieder höhere Konditionen gegen vorfällige Zahlung erhalten können, steigt der Liquiditätsbedarf. Auch darauf brauchen die refinanzierenden Rechenzentren in Zeiten steigender Zinsen eine Antwort.