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Rennen um Impfstoffe
Russland will bald ersten Corona-Impfstoff zulassen

Sicherheit des russischen Impfstoffs fraglich

Das Tempo, mit dem Russland einen Corona-Impfstoff entwickelt haben will, wirft die Frage auf, wie sicher und wirksam das Präparat ist. Nach früheren Angaben des Gesundheitsministers soll die Produktion schon während der Phase-III-Studie beginnen. Außerdem würden dann bereits freiwillige Impfungen für besonders gefährdete Berufsgruppen angeboten.

Muraschko betonte am Sonntag im Staatsfernsehen, die Impfung werde kostenlos und freiwillig sein. «Wir sehen aber, dass das Interesse der Bevölkerung daran sehr hoch ist.» Derzeit lägen 3100 Patienten wegen Covid-19 auf Intensivstationen. Bislang sind die Russen angehalten, sich mit Masken und Abstand zu schützen. Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums gilt an den Universitäten im Wintersemester eine Maskenpflicht. Ausgenommen seien nur diejenigen, die mit einem Antikörpertest nachweisen könnten, dass sie bereits eine Infektion hatten.

Russland hat nach offizieller Statistik landesweit mehr als 850.000 Corona-Infektionen verzeichnet. Täglich kommen mehr als 5000 neue Infektionen hinzu. Bis Sonntag starben nach offiziellen Angaben mehr als 14.100 Menschen mit dem Virus, mehr als 646.000 galten als genesen. Die meisten Infektionen gibt es in Moskau

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