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Corona-Monitoring

RKI untersucht mehr als 30.000 Bürger auf Antikörper

Wie viele Menschen haben bereits eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgemacht? Und wie hoch ist die Dunkelziffer? Auf diese Fragen erhofft sich das Robert-Koch-Institut Antworten mithilfe der jetzt gestarteten Studie »Leben in Deutschland – Corona-Monitoring«.
PZ
01.10.2020  14:20 Uhr

Um die bisherige Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland genauer zu untersuchen, startet das Robert-Koch-Institut eine Antikörperstudie mit 34.000 Personen. Sie soll noch im Oktober beginnen.

Wie viele Menschen haben bereits eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgemacht? Wie hoch ist die Dunkelziffer? Diese Fragen wird das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Robert Koch-Institut (RKI) in der bundesweiten Studie »Leben in Deutschland – Corona-Monitoring« untersuchen, teilt das RKI mit. Die Studie, für die 34.000 Erwachsene zur Teilnahme aufgefordert wurden, startet Anfang Oktober und wird bis voraussichtlich Ende Dezember 2020 Proben und Forschungsdaten erheben. Damit werden erstmals aussagekräftige Ergebnisse zum Antikörperstatus für ganz Deutschland vorliegen.

»Die Studie wird unser Bild zum bisherigen SARS-CoV-2-Geschehen in Deutschland weiter vervollständigen«, sagt RKI-Präsident Professor Dr. Lothar Wieler in einer Mitteilung. »Als nationales Public-Health-Institut haben wir die Gesundheitsrisiken aller Bevölkerungsgruppen im Blick. Die gemeinsame Studie mit dem Sozio-oekonomischen Panel am DIW Berlin erweitert unseren Blick und ermöglicht uns beispielsweise eine Einschätzung, wie soziale Lage und Lebensbedingungen der Menschen und das SARS-CoV-2-Infektionsrisiko zusammenhängen.«

Die Studie sieht einen Mund-Nase-Abstrich und die Entnahme einer kleinen Menge Blut aus dem Finger vor. Die Teilnehmenden erhalten dazu per Post entsprechende Testmaterialien. In den RKI-Laboren werden anhand der Proben akute Infektionen sowie vorhandene Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachgewiesen. Ein Fragebogen – unter anderem zu klinischen Symptomen, Vorerkrankungen und Gesundheitsverhalten – erlaubt weitere wichtige Erkenntnisse zu den Forschungsfragen.

Bei einem Hinweis auf eine aktuell bestehende Infektion mit SARS-CoV-2 werden die Betroffenen umgehend informiert. Die übrigen Teilnehmenden erhalten ihre Ergebnisse innerhalb von vier bis sechs Wochen per Post. Somit erfahren alle, ob sie bereits eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Aus wissenschaftlichen Gründen können jedoch ausschließlich Personen mitwirken, die persönlich zur Studie eingeladen werden, informiert das RKI.

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