Medien berichten: Mehr als 70.000 Datensätze könnten von einem Hackerangriff betroffen sein. / © Adobe Stock/TrendyImages/generiert mit KI
In Hannover ist ein Verein, der Kassenrezepte prüft, Ziel eines Cyberangriffs geworden. Der Verein Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftlichkeitsprüfung Niedersachsen bestätigte, dass Anfang Mai Hinweise auf einen Angriff auf seine Server entdeckt wurden. Zuvor hatten die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) und der Norddeutsche Rundfunk (NDR) darüber berichtet.
Träger des Vereins sind unter anderem die AOK, weitere Krankenkassen sowie die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen. Die Organisation überprüft Rezepte gesetzlich versicherter Patientinnen und Patienten auf Wirtschaftlichkeit.
Nach Angaben des Vereins könnten personenbezogene und besonders sensible Daten betroffen sein. Dazu zählen möglicherweise Kontakt- und Gesundheitsdaten sowie Abrechnungsinformationen von gesetzlich Krankenversicherten. Bislang sei noch unklar, in welchem Umfang tatsächlich Daten abgeflossen seien. Die Untersuchungen laufen weiter. Recherchen von HAZ und NDR zufolge könnten mehr als 70.000 Datensätze betroffen sein.
Der Verein rät potenziell Betroffenen zu besonderer Vorsicht bei Kontaktaufnahmen sowie beim Öffnen verdächtiger E-Mails oder Anhänge.