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Pro Generika-Diskussion

Rabattverträge sollen bleiben

Andreas Burkhardt aus dem Pro-Generika-Vorstand und General Manager für Deutschland und Österreich bei Teva, pochte eher auf ein Anreizsystem, das auf die Bedürfnisse der Unternehmen eingeht. Beispielsweise könnten fest veranschlagte Abnahmemengen eine Rolle spielen, um mehr Planungssicherheit zu haben. Subventionen seien nicht unbedingt das richtige Mittel, um Produktionen nach Europa zu verlagern oder um resilientere Produktionsketten aufzubauen. Zwar sprach sich neben Klemm auch Burkhardt für die Beibehaltung der Rabattverträge aus, allerdings würde derzeit derjenige gewinnen, der den schlankesten und günstigsten Produktionsprozess habe. Dieser sei aber nicht unbedingt ein Garant für Krisenfestigkeit. Denn wer etwa auf zwei Zulieferer setze statt auf einen, müsse mehr bezahlen und sei letztendlich nicht mehr wettbewerbsrelevant, so Burkhard.

Er spielte darauf an, dass das Vergaberecht künftig angepasst werden sollte. Auch Klemm erklärt, dieses Recht müsse modernisiert werden und Kriterien soweit angepasst, dass auch Unternehmen mit sicheren Lieferketten konkurrenzfähig blieben sowie ökologische Aspekte stärker berücksichtigt würden. 

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