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Depressionen
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Psychoedukation als Aufgabe für Apotheker

Patienten mit Depressionen soll laut Leitlinie auch Psychoedukation angeboten werden, um ihre Erkrankung und die Therapie besser zu verstehen. Das können auch Apotheken übernehmen. In einem Luxemburger Krankenhaus wird das stationär bereits umgesetzt.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 22.06.2026  10:30 Uhr

»Wir konnten Vorbehalte abbauen«

Ob das Psychoedukations-Programm konkrete Auswirkungen auf die Therapieadhärenz hat, wurde bislang noch nicht untersucht. »Die hohe Akzeptanz deutet aber auf eine aktuelle Versorgungslücke in diesem Bereich hin«, ist Meyrath überzeugt. Es stehe zwar in der Leitlinie, werde aber bislang noch kaum durchgeführt. Man habe gemerkt, dass die Patienten zum Teil offener für ihre Therapie wurden. »Wir konnten einige Vorbehalte abbauen«, ist sich der Apotheker sicher.

In Ettelbrück will man das Programm beibehalten und weiter an die Bedürfnisse der Patienten anpassen. Es soll noch interaktiver und spielerischer werden, auch angesichts der zum Teil aufgrund der Erkrankung eingeschränkten Aufmerksamkeitsspanne der Patienten. Eine Ausweitung auf weitere Patientenkollektive wie solche mit Suchterkrankungen oder Psychosen sei ebenfalls denkbar. Drei weitere Stationen hätten schon angefragt, ob die Apotheke hier nicht etwas anbieten könne, auch für die Patienten der Tagesklinik.

Es gebe einfach noch zu wenige Psychoedukations-Angebote in Bezug auf Arzneimittel, findet Meyrath. »Und keiner kennt sich so gut damit aus wie wir Apothekerinnen und Apotheker.«

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