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DAK-Report
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Psychisch bedingte Krankschreibungen auf Rekordniveau 

Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen haben 2022 erneut zugenommen, wie die Krankenversicherung DAK in ihrem aktuellen »Psychreport« berichtet. Im Zehn-Jahres-Vergleich beträgt die Zunahme fast 50 Prozent. Betroffen sind vor allem  jüngere Beschäftigte und solche, die sich beruflich um das Wohlergehen anderer kümmern.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 24.02.2023  12:30 Uhr

Rückgang bei der Dunkelziffer

Der erneute Anstieg bei den psychisch bedingten Fehltagen hänge zum Teil auch mit einer verbesserten Erfassung aufgrund der neuen elektronischen Meldung der Krankschreibungen zusammen, berichtet die DAK. Seit Anfang 2022 gehen Krankmeldungen von den Arztpraxen direkt elektronisch an die Krankenkassen und müssen nicht mehr von den Versicherten selbst eingereicht werden, wodurch die Dunkelziffer nicht eingereichter Krankmeldungen sinkt. »Vermutlich hatten wir bisher insbesondere bei Menschen eine Untererfassung, die nur wenige Tage bei einem Fall erkrankt sind«, ergänzt Storm. 

Der Experte resümiert: Um Burnout und einem vorzeitigen Ausstieg aus dem Beruf entgegenzutreten, müsse der seelischen Gesundheit am Arbeitsplatz dringend müsse mehr Beachtung geschenkt werden. Dies gelte insbesondere für Auszubildende und jüngere Beschäftigte. 

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