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DAK-Gesundheit-Auswertung
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Krankenstand leicht gesunken

Die Bundesregierung plant höhere Hürden für Beschäftigte, sich bei der Arbeit krankzumelden. Im ersten Halbjahr sanken die Zahlen nun aber etwas, wie neue Kassendaten zeigen. Hält der Trend?
AutorKontaktdpa
Datum 20.07.2026  09:40 Uhr

Krankheitsausfälle bei der Arbeit sind verschärft ins Visier der Politik gerückt, um Fehlzeiten in Firmen einzudämmen. In der ersten Hälfte dieses Jahres gingen die Krankschreibungen im Job nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit jetzt leicht zurück. Im Schnitt waren Erwerbstätige 9,6 Tage arbeitsunfähig geschrieben, wie die Kasse nach eigenen Versichertendaten ermittelte. Im ersten Halbjahr 2025 waren es 9,9 Tage gewesen. Die häufigste Ursache für Fehlzeiten waren demnach nun psychische Erkrankungen, während es bei Atemwegsinfekten eine deutliche Abnahme gab.

Kassenchef Andreas Storm sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa): »Der leichte Rückgang beim Krankenstand ist erfreulich.« Die Analyse zeige, wie schnell sich Fehlzeiten durch das reale Krankheitsgeschehen nach oben oder unten entwickeln könnten. »Handlungsbedarf besteht vor allem bei der großen Zahl von Langzeiterkrankungen mit vielen Fehltagen

Anstieg bei psychischen Erkrankungen

Der Krankenstand sank der DAK-Auswertung zufolge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 von 5,4 Prozent auf 5,3 Prozent. An jedem Tag von Januar bis Ende Juni waren also im Schnitt 53 von 1000 Beschäftigten krankgeschrieben. Für die Analyse wertete das Berliner Iges-Institut den Angaben zufolge Daten von rund 2,2 Millionen Erwerbstätigen aus, die bei der Kasse versichert sind.

Ursache Nummer eins für Krankschreibungen waren mit einem Plus von neun Prozent psychische Erkrankungen wie Depressionen mit 184 Fehltagen je 100 Versicherten. Bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Grippe, die im ersten Halbjahr 2025 an der Spitze gelegen hatten, gab es ein Minus von 21 Prozent auf 175 Fehltage je 100 Versicherte. Damals waren die Fehltage wegen einer Erkältungswelle im Januar und Februar deutlich hochgegangen.

Dritthäufigste Ursache für eine Arbeitsunfähigkeit waren nun Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen mit 174 Fehltagen je 100 Versicherten.

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