Sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion der Schilddrüse kann den Schlaf stören. Eine medikamentöse Korrektur kann den Schlaf wieder verbessern. / © Getty Images/monkeybusinessimages
In den letzten Wochen und Monaten schlafen Sie schlechter als gewohnt, können sich aber nicht erklären, warum? Was viele nicht auf dem Schirm haben: Ist die Schilddrüse aus dem Takt geraten, kann es zu Schlafstörungen kommen. Darauf macht der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner (BDN) aufmerksam.
Dieses kleine Organ unterhalb des Kehlkopfes produziert Hormone, die unter anderem Energiehaushalt, Stimmung und Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Bildet die Schilddrüse zu wenig oder zu viele Hormone, kann sich das mit der Zeit bemerkbar machen. »Wer dauerhaft schlecht schläft und zusätzlich körperliche Veränderungen bemerkt, sollte die Schilddrüse ärztlich abklären lassen«, rät der Nuklearmediziner Markus Essler.
Hausarzt oder Hausärztin kann mit einer Blutuntersuchung klären, ob eine Unterfunktion oder eine Überfunktion vorliegt. Beide können sich auf den Schlaf auswirken:
Übrigens: Die biologischen Mechanismen hinter der Wechselbeziehung zwischen Schlaf und Schilddrüse sind nicht bis ins Detail bekannt. Forschende vermuten laut dem BDN, dass Schilddrüsenhormone auf bestimmte Botenstoffe im Gehirn einwirken, die Schlaf und Stimmung steuern.