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Praktisches Jahr
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PJ in der Palliativpharmazie

In der Klinik für Palliativmedizin des LMU Klinikums erlebt die angehende Apothekerin Lotte Köhne tagtäglich, wie viel eine gute Betreuung und durchdachte pharmazeutische Versorgung am Lebensende bewirken können. Ihr Praktikum führt sie in einen Arbeitsalltag, der fachlich fordert und menschlich prägt. Der PZ hat sie Einblick gegeben.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 11.03.2026  18:00 Uhr

Das richtige Bewusstsein finden

Auf die Frage, wie sie damit zurechtkommt, ständig mit Patientenschicksalen und der Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert zu werden, antwortet sie: »Es gibt Tage, an denen mich die Patienten und ihre Geschichten schon sehr mitnehmen.« 

Etwas, das sie bereits früh während ihrer Tätigkeit auf der Palliativstation gelernt habe, ist, dass Patienten sehr unterschiedlich mit ihren Schicksalen und der eigenen Sterblichkeit umgehen. »Nur weil man vielleicht schon viele schöne Jahre hinter sich hat, heißt das nicht, dass man akzeptieren kann, dass das Leben endlich ist«, erzählt die Pharmazeutin. Es sei ganz individuell, ob Menschen dazu bereit sind, den nahenden Tod zu akzeptieren und den Schritt des Sterbens zu gehen.

»Ich habe schon einige Patienten erlebt, bei denen man gemerkt hat, dass der letzte Schritt noch fehlt – dass sie noch auf irgendetwas warten. Ein Beispiel ist eine Patientin, die gewartet hat, bis sie ihren ältesten Bruder noch einmal gesehen hat. Dann ist er gekommen und zwei Minuten später hat sie die Augen zugemacht und ist von uns gegangen.«

Obwohl die Tätigkeit auf der Palliativstation nicht immer einfach ist, findet es Köhne schön zu sehen, wie sich das ganze Team um die Patienten und ihre Angehörigen kümmert, sie in diesem Prozess begleitet und es allen so angenehm wie möglich macht. »Das macht es ein bisschen leichter. Wenn es einem zu viel wird, kann man sich aus allem außerdem auch rausnehmen.« 

Der Pharmazeutin gefällt die Mischung aus Patientenkontakt und Arzneimittelinformation, durch die sie wiederum ein wenig Abstand gewinnen kann. Auf die Frage, ob sie ihre Stelle mit ihren bisherigen Erfahrungen wieder antreten würde, antwortet sie: »Auf jeden Fall, und ich kann jedem empfehlen, sich diesen Bereich mal anzuschauen.«

Die Praktikumsstelle von Lotte Köhne wird von der Stiftung Patient und Klinische Pharmazie finanziert. Über diese Fördergelder wird im Herbst 2026 eine weitere PhiP sechs Monate der praktischen Ausbildung in der Palliativpharmazie verbringen können. Ob es danach weitere Möglichkeiten zur Finanzierung geben wird, ist unklar.

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