Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Spatenstich in Neuhausen
-
Phoenix investiert 25 Millionen Euro in Standort-Ausbau

Pharmagroßhändler Phoenix expandiert und hat dies mit einem symbolischen Spatenstich im baden-württembergischen Neuhausen markiert. Mit einer Investition von rund 25 Millionen Euro soll der Standort umfassend ausgebaut und technologisch weiterentwickelt werden.
AutorKontaktPZ
Datum 24.06.2026  08:25 Uhr

»Mit der Modernisierung stärken wir gezielt die Versorgungssicherheit und stellen den Standort Neuhausen langfristig zukunftsfähig auf«, erklärt Deutschland-Chef Marcus Freitag. »Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Gesundheitsinfrastruktur in der Region.«

Im Zuge der Erweiterung entstehen auf zwei Ebenen zusätzliche 3.200 Quadratmeter Fläche. Geplant sind laut Phoenix unter anderem acht Rowa-Gassen sowie zwei sogenannte SDA-Systeme für eine effizientere Lager- und Kommissionierungslogistik.

Mit einem deutlich höheren Automatisierungsgrad will Phoenix Prozesse beschleunigen,  Bestellungen schneller abwickeln und die Verfügbarkeit von Arzneimitteln verbessern. Der Ausbau soll das Level von derzeit rund 46 Prozent auf über 80 Prozent heben. »Davon profitieren insbesondere die Apotheken vor Ort – durch kürzere Durchlaufzeiten und ein insgesamt höheres Servicelevel«, sagt Karl-Heinz Berschet, Mitglied der Phoenix-Geschäftsführung. 

Umbau im laufenden Betrieb

Während des Baus läuft der Betrieb weiter – »wir bauen nicht neben dem Betrieb, sondern mitten darin«, erläutert Manuel Dietz, geschäftsführender Gesellschafter des Generalunternehmers LIST Bau Stuttgart, mit dem Phoenix das Bauvorhaben realisiert. Dies erfordere besondere Präzision und Rücksicht auf laufende Prozesse. 

Der Standort Neuhausen ist einer von 18 Phoenix-Standorten in Deutschland. Mit rund 170 Mitarbeitenden und einem Sortiment von rund 50.000 Artikeln beliefert er rund 570 Apotheken in Baden-Württemberg. 

Die Standorte Mannheim und Neuhausen hatten die Versorgung übernommen, nachdem  bei einem Großbrand im vergangenen Oktober das Phoenix-Vertriebszentrum in Freiburg-Hochdorf zerstört worden war. Dem Brand zum Opfer fielen 3500 Quadratmeter Lagerfläche und rund 40.000 gelagerte Arzneimittel. Der Großhändler entschied im November, den Standort aufzugeben.

THEMEN
Apotheke
Mehr von Avoxa