Symbolischer Spatenstich bei Phoenix in Neuhausen (v.l.): Lutz Schütte, Head of Corporate Infrastructure, Karl-Heinz Berschet, Mitglied der Geschäftsführung, Yannik Gransee, Vertriebsleiter Neuhausen, Alexander Bingnet, Niederlassungsleiter Neuhausen, Marcus Freitag, Vorsitzender der Geschäftsführung, Manuel Dietz, geschäftsführender Gesellschafter LIST Bau Stuttgart. / © Phoenix
»Mit der Modernisierung stärken wir gezielt die Versorgungssicherheit und stellen den Standort Neuhausen langfristig zukunftsfähig auf«, erklärt Deutschland-Chef Marcus Freitag. »Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Gesundheitsinfrastruktur in der Region.«
Im Zuge der Erweiterung entstehen auf zwei Ebenen zusätzliche 3.200 Quadratmeter Fläche. Geplant sind laut Phoenix unter anderem acht Rowa-Gassen sowie zwei sogenannte SDA-Systeme für eine effizientere Lager- und Kommissionierungslogistik.
Mit einem deutlich höheren Automatisierungsgrad will Phoenix Prozesse beschleunigen, Bestellungen schneller abwickeln und die Verfügbarkeit von Arzneimitteln verbessern. Der Ausbau soll das Level von derzeit rund 46 Prozent auf über 80 Prozent heben. »Davon profitieren insbesondere die Apotheken vor Ort – durch kürzere Durchlaufzeiten und ein insgesamt höheres Servicelevel«, sagt Karl-Heinz Berschet, Mitglied der Phoenix-Geschäftsführung.
Während des Baus läuft der Betrieb weiter – »wir bauen nicht neben dem Betrieb, sondern mitten darin«, erläutert Manuel Dietz, geschäftsführender Gesellschafter des Generalunternehmers LIST Bau Stuttgart, mit dem Phoenix das Bauvorhaben realisiert. Dies erfordere besondere Präzision und Rücksicht auf laufende Prozesse.
Der Standort Neuhausen ist einer von 18 Phoenix-Standorten in Deutschland. Mit rund 170 Mitarbeitenden und einem Sortiment von rund 50.000 Artikeln beliefert er rund 570 Apotheken in Baden-Württemberg.
Die Standorte Mannheim und Neuhausen hatten die Versorgung übernommen, nachdem bei einem Großbrand im vergangenen Oktober das Phoenix-Vertriebszentrum in Freiburg-Hochdorf zerstört worden war. Dem Brand zum Opfer fielen 3500 Quadratmeter Lagerfläche und rund 40.000 gelagerte Arzneimittel. Der Großhändler entschied im November, den Standort aufzugeben.