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Polyzystisches Ovarsyndrom

PCOS erhöht Risiko für Typ-2-Diabetes

Individuelle Therapie

Die Therapie sollte individuell angepasst und Beschwerde-orientiert sein und mögliche metabolische Komplikationen berücksichtigen, riet die Expertin. Hier gebe es neben der Optimierung der Lebensgewohnheiten mehrere medikamentöse Optionen:

  • Kontrazeptiva beziehungsweise antiandrogen wirksame Substanzen,
  • Aromataseinhibitoren,
  • einige Antidiabetika wie Metformin, GLP-1-Rezeptor-Agonisten oder SGLT2-Inhibitoren.

»Für die PCOS gibt es leider keine einzige zugelassene Therapie. Alles, was wir einsetzen, befindet sich im Off-label-Use«, bedauerte Reger-Tan.

Metformin verbessere bei PCOS nicht nur die Insulinresistenz, sondern auch direkt die Androgenspiegel und erhöhe außerdem die Eisprungrate. Es werde bei Kinderwunsch vor allem für normal- bis leicht übergewichtige Frauen empfohlen. Für GLP-1-Rezeptor-Agonisten ist die antidiabetische und gewichtsreduzierende Wirkung bekannt. In kleineren Studien sei für einen Kandidaten außerdem nachgewiesen worden, dass dieser den Androgenspiegel senken und die Eisprungrate steigern könne. Für SGLT-2-Inhibitoren wurde in einer Studie gezeigt, dass der Körperfettanteil günstiger beeinflusst wird als unter Metformin.

»Die Erkrankung ist häufig, komplex und komplex zu behandeln«, fasste Reger-Tan zusammen. Zur Verbesserung der Versorgungsqualität will die DGE gemeinsam mit der DDG und anderen Fachgesellschaften eine nationale S3-Therapieleitlinie zu PCOS entwickeln.

Hilfe für Betroffene

Einen Facharzt für PCOS gibt es nicht. Reger-Tan rät Patientinnen daher, »einen Arzt aufzusuchen, der sich mit dem Krankheitsbild viel beschäftigt. Das kann ein Gynäkologe, Endokrinologe, Diabetologe oder auch ein Hausarzt sein.«

Über die PCOS Selbsthilfe Deutschland können Patientinnen außerdem Selbsthilfegruppen in verschiedenen Bundesländern ausfindig machen.

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