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EDSForm
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Neue Rezepturdatenbank bei Lieferengpässen

Apotheken müssen bei Lieferengpässen immer mal wieder mit Rezepturen einspringen. Eine neue Expertengruppe erarbeitet nun auf europäischer Ebene standardisierte Formulierungen, um die Herstellung im Ernstfall einfacher zu machen.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktDAC/NRF
Datum 28.05.2026  10:00 Uhr

Die Europäische Direktion für die Qualität von Arzneimitteln und Gesundheitsversorgung (EDQM) hat eine neue Datenbank namens European Drug Shortages Formulary (EDSForm) gelauncht. Darauf weist diese Woche das DAC/NRF in seinem Rezepturtipp hin. 

Zum Start enthält die Datenbank zunächst nur eine veröffentlichte Monographie: Amoxicillin-Kapseln 125 mg, 250 mg und 500 mg. Weitere sollen folgen. Neben der Zusammensetzung, Zubereitung mit Inprozessprüfungen und Packmittelangaben enthält die Monographie auch konkrete Stabilitätsdaten und Haltbarkeiten. Die Texte gibt es auf Englisch und Französisch. Die Datenbank ist nach einmaliger Anmeldung frei zugänglich. 

»Diese Arzneimittel wurden ausgewählt, um als potenzielle Ersatzprodukte für anderweitig vorübergehend nicht verfügbare zugelassene Produkte und bei Fehlen klinischer Alternativen zu dienen«, heißt es in den allgemeinen Hinweisen von EDSForm. 

Das Projekt wurde vom Europäischen Komitee für Arzneimittel und pharmazeutische Versorgung (CD-P-PH) und der Europäischen Arzneibuchkommission initiiert. Die Expertengruppe entwickelt und prüft standardisierte Formulierungen, sodass Arzneimittel bei Lieferengpässen sicher und wirksam zubereitet werden können. Auch DAC/NRF gehört dieser internationalen Gruppe an.

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