Zuletzt mussten die Apotheken in Deutschland großflächig mit Rezepturen einspringen, als Fieber- und Schmerzsäfte nicht lieferbar waren. / © Imago/Marc Schüler
Die Europäische Direktion für die Qualität von Arzneimitteln und Gesundheitsversorgung (EDQM) hat eine neue Datenbank namens European Drug Shortages Formulary (EDSForm) gelauncht. Darauf weist diese Woche das DAC/NRF in seinem Rezepturtipp hin.
Zum Start enthält die Datenbank zunächst nur eine veröffentlichte Monographie: Amoxicillin-Kapseln 125 mg, 250 mg und 500 mg. Weitere sollen folgen. Neben der Zusammensetzung, Zubereitung mit Inprozessprüfungen und Packmittelangaben enthält die Monographie auch konkrete Stabilitätsdaten und Haltbarkeiten. Die Texte gibt es auf Englisch und Französisch. Die Datenbank ist nach einmaliger Anmeldung frei zugänglich.
»Diese Arzneimittel wurden ausgewählt, um als potenzielle Ersatzprodukte für anderweitig vorübergehend nicht verfügbare zugelassene Produkte und bei Fehlen klinischer Alternativen zu dienen«, heißt es in den allgemeinen Hinweisen von EDSForm.
Das Projekt wurde vom Europäischen Komitee für Arzneimittel und pharmazeutische Versorgung (CD-P-PH) und der Europäischen Arzneibuchkommission initiiert. Die Expertengruppe entwickelt und prüft standardisierte Formulierungen, sodass Arzneimittel bei Lieferengpässen sicher und wirksam zubereitet werden können. Auch DAC/NRF gehört dieser internationalen Gruppe an.