Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Ab Januar 2027
-
Neue Regeln zur Wundversorgung

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gibt es auch neue Regeln zur Wundversorgung. Verbandmittel werden neu definiert – die Pflicht zur zusätzlichen Nutzenbewertung für sonstige Verbandmittel bleibt aber bestehen. Das neue Preismoratorium stößt auf Kritik.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 05.08.2026  11:00 Uhr

BVMed: Rechtssicherheit gestärkt

Vom Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) kommt Zuspruch für die Neudefinition. Man sehe die Klarstellung »als richtigen Schritt, der die Versorgungs- sowie die Rechtssicherheit für alle Beteiligten stärkt«, so eine Sprecherin. Entscheidend werde sein, dass die Definition in der Praxis konsequent umgesetzt werde.

Ab 1. Januar 2027 greift zudem ein neues Preismoratorium bis 2030. Mit dem Instrument soll der Markt zumindest zeitweise reguliert werden. Ausgangspunkt ist der Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers beziehungsweise Herstellers zum 1. Januar 2026. Wird dieser Preis erhöht, müssen die Hersteller den Krankenkassen einen Abschlag in Höhe der Preiserhöhung gewähren. Ein Inflationsausgleich ist erstmals zum 1. Juli 2028 vorgesehen.

Die Steuerung sieht der BVMed kritisch. Hierin lägen Risiken für Versorgungsqualität, Innovation und Marktstruktur, so die Sprecherin. Hinzu komme mehr bürokratischer Aufwand. Zudem seien die Rahmenbedingungen für die Umsetzung bislang nicht abschließend geklärt.

Mehr von Avoxa