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Kammerversammlung MV
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Neue Ausbildungskonzepte und Kritik an Lauterbach 

Am Mittwoch traf sich die Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern zu ihrer Kammerversammlung. Auf der Agenda standen unter anderem die Gesundheitspolitik der Bundesregierung und die Gewinnung von PTA-Nachwuchs.  
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 23.05.2024  16:26 Uhr

Nur eine Übergangslösung 

Das 4+1 Projekt soll Abhilfe verschaffen und gleichzeitig Nachwuchskräfte früh an eine Apotheke binden. Die teilnehmenden Offizinen beschäftigen die PTA-Schüler während ihrer Ausbildung für einen Wochentag als Mini-Jobber zum Mindestlohn. Gleichzeitig bezahlt die Apotheke vorübergehend das Schulgeld. Das erfolgt im Rahmen eines Privatkredites. Nach der Ausbildung arbeiten die fertigen PTA weiter in der Apotheke und zahlen den Kredit in Raten zurück. Die Schüler und die Apotheken werden während der Ausbildung eng von der Berufsfachschule begleitet. 

Das Projekt kann für die angehenden PTA die Hürde des Schulgelds beseitigen und gleichzeitig den Apotheken dabei helfen, den Fachkräftemangel zu bewältigen. Trotzdem sieht Bettin es nur als Übergangslösung: »Für uns wäre es viel besser, wenn das Land die kompletten Ausbildungskosten zu 100 Prozent übernimmt, dann hätten wir auch eine ganz andere Kalkulationsgrundlage, was zum Beispiel die Laborkosten angeht. Das ist eigentlich überfällig.«

Das Greifswalder Projekt stieß bei den Kammermitgliedern auf viel Unterstützung, mehrere der anwesenden Apothekerinnen und Apotheker nehmen bereits daran teil. Später beschloss die Kammer, sich bei der Landesregierung für eine komplette Übernahme der Ausbildungskosten einzusetzen. Die Landes-SPD habe das bereits zugesichert, aber bisher nicht geliefert. 

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