Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Ukraine
-
»Neben Medikamenten auch Zuversicht und Hoffnung schenken«

Heute jährt sich der Krieg gegen die Ukraine zum vierten Mal. Die Hilfsorganisationen Apotheker ohne Grenzen und action medeor rufen weiterhin dringend zu Spenden auf: Pharmazeutische Hilfe bleibe für die Ukraine lebenswichtig. Medikamente seien teuer und knapp, Solidarität lasse nach, und chronische Krankheiten nehmen zu.
AutorKontaktMelanie Höhn
AutorKontaktdpa
Datum 24.02.2026  15:00 Uhr

Schnelle Reaktion auf neue medizinische Anforderungen

Ein zentraler Bestandteil der Ukraine-Hilfe von AoG sei die enge Zusammenarbeit mit internationalen und lokalen Partnerorganisationen sowie medizinischen Einrichtungen im Land. Dazu würden unter anderem die NGO »Base UA« sowie die Vereine »BerlinOdessaExpress«, »Comparus Hilft«, »Nicht reden. Machen!«, »MHU München Hilft Ukraine« und »Mission Lifeline« zählen.

»Unsere Hilfe ist nur durch die enge Kooperation mit unseren Partnerorganisationen möglich«, erklärte Wenzel weiter. »Sie kennen die Bedarfe und die Transportwege am besten. Jede Lieferung, jede koordinierte Aktion bedeutet konkret lebenswichtige Unterstützung für Menschen, die unter extremen Bedingungen auf gesundheitliche Versorgung angewiesen sind.«

Die Unterstützung setze direkt an den jeweiligen Bedarfen der unterschiedlichen medizinischen Einrichtungen an. Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen prüfe AoG regelmäßig die konkreten Medikamentenlisten der Kliniken, organisiere die Beschaffung und unterstütze die Transporte.

»Wir prüfen Bedarfe, organisieren Lieferketten und sorgen dafür, dass Medikamente genau dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden«, ergänzte Max Haselbach, der für die Ukrainehilfe ls Projektkoordinator arbeitet. Hilfe bedeute für die Organisation konkrete Wirkung: Patientinnen und Patienten würden eine Behandlung erhalten, Kliniken könnten handlungsfähig bleiben.

Im Sommer 2025 hatte Haselbach das Partnerkrankenhaus St. Nicholas in Lviv besucht, um sich ein direktes Bild der aktuellen Lage sowie der Wirkung der bisherigen Hilfslieferungen zu verschaffen. »Die partnerschaftliche Zusammenarbeit ermöglicht es, Hilfe flexibel an die jeweilige Lage anzupassen und schnell auf neue medizinische Anforderungen zu reagieren.«

Die Ukraine-Hilfe von Apotheker ohne Grenzen finanziere sich maßgeblich über Spenden. Jede Unterstützung trage dazu bei, Medikamentenlieferungen zu ermöglichen und die Versorgung von Patientinnen und Patienten langfristig zu sichern, heißt es seitens der Organisation.

Mehr von Avoxa