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Post-Sepsis-Syndrom
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Mühsames Leben nach einer Sepsis

Jede schwere Infektion kann in eine Sepsis münden. Doch eine überwundene Septikämie bedeutet meistens nicht das Ende der Probleme. Es können gesundheitliche Einschränkungen folgen, die nur mit viel Energie und Geduld teilweise erst nach Jahren wieder weichen.
AutorKontaktEgid Strehl
Datum 25.06.2023  08:00 Uhr

Lebenszeit und -qualität massiv beeinträchtigt

Eine Sepsis reduziert die Lebenszeit massiv. Für Sepsis-Überlebende existieren in Deutschland die meisten Daten für den Zeitraum von einem Jahr nach Klinikentlassung. Die Überlebensrate an diesem Zeitpunkt beträgt lediglich 36 Prozent, ungeachtet dessen, ob die Sepsis auf einer Intensiv- oder Normalstation behandelt worden war. War der Patient intensivpflichtig, beeinflusst dies schon alleine – also zusätzlich zu Faktoren wie Alter, Grund- und Begleiterkrankungen – das Langzeitüberleben negativ.

Auch die Lebensqualität ist deutlich reduziert (11). Gemäß einer Longitudinalstudie benötigte ein Drittel der Patienten, die sich vor der Sepsis selbstständig versorgen konnten, noch nach sechs Monaten fremde Unterstützung im Alltag oder befand sich in einer Nachsorge- oder Pflegeeinrichtung. Ebenfalls ein Drittel wird binnen zwölf Monaten ein weiteres Mal pflegebedürftig (11). Außerdem müssen 26 Prozent innerhalb eines Monats sowie 48 Prozent binnen sechs Monaten wegen ernster Komplikationen wieder in eine Klinik eingewiesen werden (12).

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