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Sommerurlaub in Europa
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Mückenschutz wird genauso wichtig wie Sonnenschutz

Der Klimawandel verändert das Reisen in Europa zunehmend. Darauf weist die Deutsche Fachgesellschaft für Reisemedizin hin. Es tun sich neue Gesundheitsrisiken auf – von mückenübertragenen Krankheiten über Hitze in Großstädten bis zu schmelzenden Gletschern. 
AutorKontaktPZ
Datum 04.06.2026  09:00 Uhr

Vorsicht vor Vibrionen in Ost- und Nordsee

Auch beim Baden in der Ost- oder in der Nordsee gibt es ein neues Gesundheitsrisiko zu beachten: Die Ostsee erwärmt sich rasch und bietet daher ideale Bedingungen für die Verbreitung von Vibrionen. Zum Teil  sind diese Bedingungen auch in Abschnitten der Nordsee gegeben.

Vor allem bei älteren und vorerkrankten Menschen können Vibrionen Wundinfektionen und sogar Blutvergiftungen auslösen, wenn sie über kleine Wunden in den Körper eindringen. »Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sollten vor Ort immer auf Vibrionen-Warnungen der lokalen Behörden zu belasteten Küstenabschnitten achten, und das Schwimmen dort meiden«, empfiehlt Jelinek.

Städtereisen im Sommer für Risikogruppen riskant

In europäischen Metropolen kann es in den kommenden Jahren in den Sommermonaten häufig zu extremen Hitzeereignisse kommen. Durch dichte Bebauung, versiegelte Flächen und wenig Vegetation heizen sich die Städte stark auf und kühlen nachts wenig ab. Prognosen zufolge könnte dies vor allem Madrid, Valletta, Lefkosia, Ljubljana, Rom, Sofia, Athen, Bukarest, Budapest sowie Zürich betreffen.

Die Hitze kann besonders für ältere Menschen sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes,  neurologischen Erkrankungen oder eingeschränkter Nierenfunktion ein Problem werden. Auch Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder benötigen besonderen Schutz. »Für Risikogruppen kann es sinnvoll sein, Reisezeit und Reiseziel anzupassen, also beliebte Städtereisen außerhalb der Hochsommermonate zu legen«, so Jelinek.

Gefahren beim sommerlichen Bergsteigen

Der Klimawandel betrifft auch die Alpen, etwa in Form von abschmelzenden Gletschern, auftauenden Permafrostböden mit der Folge von instabileren Bergflanken und Felswänden sowie von häufigeren und intensiveren Hitzeperioden oder Starkniederschlägen. »Die Verhältnisse in großen Höhen werden insgesamt unberechenbarer, Jahreszeiten folgen weniger dem bekannten Muster früherer Jahrzehnte«, so Jelinek.

Dem Deutschen Alpenverein zufolge weisen Touren, die üblicherweise im Sommer gemacht wurden, zunehmend nur noch im Frühjahr oder Herbst sichere Verhältnisse auf. Das erfordert von Bergurlaubern eine sorgfältigere Tourenplanung und Risikoabschätzung. Lokale Wetter- und Warninformationen sollten engmaschig verfolgt werden.

»Insgesamt sind Urlaube in Europa auch in Zeiten des Klimawandels mit der richtigen Vorbereitung sehr sicher«, so Jelinek. Gleichzeitig bringe das Reisen selbst eine erhebliche Klima- und Umweltbelastung mit sich. Urlauber sollten deshalb immer auch überlegen, was sie dazu beitragen können, diese Belastungen gering zu halten.

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