| Johanna Hauser |
| 21.07.2026 14:00 Uhr |
Einem möglichen Genitalprolaps lässt sich bis zu einem gewissen Grad vorbeugen. Die Grundlage der Prävention bildet eine gesunde Lebensweise. Ein Aspekt dabei ist es, einer Verstopfung vorzubeugen, da starkes Pressen beim Stuhlgang den Beckenboden belastet. Hierzu sollte auf eine ballaststoffreiche Ernährung sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Auch Übergewicht zieht die Beckenbodenmuskulatur in Mitleidenschaft. Darum ist es wichtig, ein gesundes Gewicht zu halten oder wiederzuerlangen.
Übermäßiger Druck beim Husten belastet ebenfalls den Beckenboden. Daher sollte bei chronischem Husten dessen Ursache ermittelt und behoben werden. Das schließt Raucherhusten und eine Rauchentwöhnung ein.
Ein weiterer Risikofaktor ist das Heben schwerer Gegenstände. Präventiv sollte beim Heben eine korrekte Haltung eingenommen werden, um Druck vom Beckenboden zu nehmen: Knie und Hüfte sollten gebeugt und der Rücken gerade gehalten werden.
Atemübungen, insbesondere tiefes Atmen, entspannen den Beckenboden und verteilen den intraabdominellen Druck gleichmäßig. Last, but not least steht die direkte Stärkung des Beckenbodens mit verschiedenen Übungen auf dem Plan. Gymnastik, Yoga und Pilates kräftigen die Muskulatur. Wer unsicher ist, kann sich auch durch einen Physiotherapeuten anleiten lassen. Gymnastikbälle, Hula-Hoop-Reifen oder Kegel können die Übungen unterstützen. Da eine vaginale Geburt ein Risikofaktor für einen Descensus genitalis ist, sind danach Beckenbodentraining beziehungsweise eine Rückbildung wichtige Präventionsmaßnahmen.