| Daniela Hüttemann |
| 11.06.2026 12:30 Uhr |
»Das Hauptoutcome, der Effekt des Medikamentes auf die Muskulatur, wurde mit DEXA-Scan gemessen, es wurden aber auch funktionelle Parameter wie die Muskelkraft mitgemessen. Das ist wichtig, um zu zeigen, dass höhere Werte im DEXA-Scan durch das Medikament tatsächlich auch eine bessere muskuläre Funktion für die Patient:innen bedeuten«, erläutert Privatdozent Dr. Haiko Schlögl vom Uniklinikum Leipzig. Der DEXA-Scan ist ein Verfahren mit Röntgenstrahlen, um die Knochendichte zu messen. In einer Phase-III-Studie sollte vor allem darauf sowie auf das kardiovaskuläre Outcome gelegt werden, so der Diabetologe und Ernährungsmediziner an der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie und Rheumatologie.
Professor Dr. Reiner Jumpertz-von Schwartzenberg, Leiter der Studienzentrale und Professor für Klinische Metabolismus- und Adipositasforschung am Universitätsklinikum Tübingen, rät, in künftigen Studien vor allem das Nebenwirkungsprofil, die Langzeitwirkungen sowie potenzielle Geschlechtsunterschiede genauer zu untersuchen. »Darüber hinaus bleibt abzuwarten, ob Patientinnen und Patienten mit metabolischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 ähnlich gut von der Therapie profitieren.« Leider seien zudem in der aktuellen Studie keine Daten zur körperlichen Aktivität und zum Muskeltraining erfasst worden.