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Niedersachsen

Ministerin unterstützt Apotheken-Impfungen

Apotheken werden bei nächster Impfwelle gebraucht

Apotheken werden bei nächster Impfwelle gebraucht

Mehr als 250 Apothekerinnen und Apotheker hätten seitdem die nötige Schulung absolviert. Bis Ende März sollen es 375 sein, ergänzt Kammerpräsidentin Cathrin Burs. Hinzu kommen etwa 500 Apotheker, die durch die Grippeschulung auch berechtigt sind, Erwachsene gegen Covid-19 zu impfen. Von derzeit 220 Offizinen lägen bereits die nötigen Selbstauskünfte für die Covid-19-Impfung bei der Kammer vor, sodass sich das Angebot rasch erweitern werde. »Ich war begeistert, wie viele Apotheken von Anfang an mitmachen wollten«, ergänzt LAV-Vorsitzende Berend Groeneveld.

Zwar sinke die Nachfrage nach der Covid-19-Impfung derzeit wieder. Behrens fürchtet jedoch weitere Virusmutationen und rechnet mit einer weiteren großen Impfwelle im kommenden Herbst. »Darauf müssen wir uns vorbereiten und werden froh sein, wenn wir möglichst viele Impfangebote haben«, so die Ministerin.

Burs ergänzt, dass zum Teil nun schon zweite Booster-Dosen für bestimmte Personen anstehen. Und man in den Apotheken auch noch einmal andere Zielgruppen erreichen könne, zum Beispiel diejenigen ohne festen Hausarzt oder Zögernde. »Aufklärung können wir ganz niederschwellig ohne Termin leisten«, ist die Kammerpräsidentin überzeugt. »Wir erhöhen gern die Impfquote gemeinsam mit den Ärzten.«

Impfen als Teamleistung

»Ich bin selbst überrascht, wie groß das Medieninteresse heute war«, sagt Schnare zur PZ. Zum offiziellen Impfstart am 8. Februar sei auch schon Presse in ihrer Apotheke gewesen – »aber hintereinander und nicht so viele Kameras«. Sie selbst habe sogar schon am Samstag zuvor, als die Anbindung an die Impfsurveillance stand, die ersten Termine ganz ohne Zuschauer durchgeführt. Daher sei die Aufregung heute auch nicht mehr allzu groß gewesen. Zudem nimmt sie am Grippeimpf-Modellprojekt teil und hat daher bereits Impferfahrung.

Gegen Covid-19 habe sie in den ersten zehn Tagen bereits etwa 50 Personen geimpft. »Bisher meist an meinen eigentlich freien Nachmittagen«, erklärt sie, aber man merkt ihr an, wie sehr sie hinter dieser Dienstleistung steht. »Es geht auch nur, weil ich ein super Team habe, dass die Termine managt und auch mal rekonstituiert«, betont die junge Apothekerin, die die Torhaus-Apotheke erst Anfang des Jahres von ihrer Mutter übernommen hat. Schmunzelnd meint sie: »So langsam könnte ich meinen ersten Urlaub gebrauchen.«

Zumindest ist in der Torhaus-Apotheke nach Abzug von Ministerin und Presse erst einmal wieder Ruhe eingekehrt. Der nächste Impfling sitzt bereits auf der grünen Couch.

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