| Theo Dingermann |
| 06.03.2026 16:20 Uhr |
Daten aus früheren Phase‑II‑Studien hatten bereits nahegelegt, dass Bimagrumab bei adipösen Patienten mit Typ‑2‑Diabetes einen deutlichen Verlust von Fettmasse und viszeralem Fett induziert, während die fettfreie Masse zunimmt. Dies war ein Hinweis darauf, dass es unter Bimagrumab zu einer möglichen Entkopplung von Fett‑ und Muskelverlust kommt.
Die Ergebnisse der aktuellen Studie deuten nun darauf hin, dass im Fall einer Kombination von Bimagrumab mit Semaglutid der GLP-1-Rezeptoragonist primär über zentrale Mechanismen die Energiehomöostase moduliert. Bimagrumab wirkt hingegen peripher und fördert die Muskeldifferenzierung und Muskelhypertrophie.
Das Sicherheitsprofil der Kombination entsprach im Wesentlichen den Nebenwirkungen der Einzelpräparate. Unter Bimagrumab traten gehäuft Muskelkrämpfe, Diarrhö und Akne auf, während Semaglutid erwartungsgemäß vor allem mit gastrointestinalen Symptomen wie Übelkeit, Diarrhö, Obstipation und Müdigkeit assoziiert war.
Insbesondere für Patienten mit einem Risiko für niedrige Muskelmasse könnte eine Therapie, die Fettverlust maximiert und Muskelmasse schont, klinisch bedeutsam sein, kommentiert Heymsfield in einer Pressemitteilung. Andererseits wird diese Kombinationstherapie im Vergleich zu einer Monotherapie mit einem GLP-1-Agonisten natürlich auch kostspieliger.